XING vs. LinkedIn - erfolgreicher B2B-Vertrieb ist digital!

XING und LinkedIn sind die in Deutschland meistgenutzten Social-Media-Netzwerke für Businesskontakte. Über lange Jahre hinweg war XING die Online-Plattform für geschäftliche Kontakte im deutschsprachigen Raum. Laut aktuellem Geschäftsbericht stiegen die Nutzerzahlen in den ersten neun Monaten 2020 im DACH-Raum um rund 1,7 Millionen auf 18,5 Millionen. Bei LinkedIn sieht es ähnlich aus. Unternehmensangaben zufolge sind die Nutzerzahlen in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf über 15 Millionen im Jahr 2020 gestiegen. Man muss jedoch beachten, dass LinkedIn auch weltweit eine große Gefolgschaft hat. Es gibt global mehr als 722 Millionen registrierte Nutzer. Während LinkedIn also eine internationale Plattform ist, beschränkt sich XING bewusst auf den DACH-Raum.

LinkedIn hat sich in den letzten Monaten zu einer vollständigen Social-Media-Plattform entwickelt. Dabei steht vor allem der Content im Vordergrund. Reichweite, Leads und Conversions sind mit dem richtigen Ansatz möglich. Denn LinkedIn mag Interaktionen und die Kommunikation zwischen Menschen. Auf XING gibt es ähnliche Möglichkeiten. Auch hier können Unternehmen Content teilen. Allerdings gestaltet sich das schwieriger als auf LinkedIn. Gerade für Unternehmen sind hier die kostenfreien Möglichkeiten begrenzt, und es gibt weitaus weniger Content-Formate. Auch die Reichweite bzw. die Interaktionen sind auf XING um einiges geringer als auf LinkedIn. „Die Plattform dient einem Großteil der Nutzer leider hauptsächlich zur Info-Ablage und als digitale Visitenkarte“, weiß Natascha Siefert, Leitung Marketing und Social Media bei mainblick, der Kommunikationsagentur für die Logistik. „LinkedIn hat sich generell schon eher dem Zeitgeist von Social Media angepasst.“ Eine Sache, die hier allerdings erwähnt werden sollte: Personalrecruiting hat in Deutschland einen klaren Favoriten: XING. Gerade in Kombination mit dem Arbeitgeber-Bewertungsportal Kununu kann XING punkten. Auch Events sind auf XING deutlich relevanter und XING-Gruppen teilweise deutlich aktiver.

FAZIT
Trennscharf lassen sich die Aktivitäten auf XING und LinkedIn nicht voneinander abgrenzen. Zwar dienen beide sozialen Netzwerke hauptsächlich dem Knüpfen von Geschäftskontakten, jedoch unterscheiden sich die Plattformen in der täglichen Nutzung und den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. „Aus diesem Grund haben die meisten Unternehmen und deren Entscheider ihre Profile auf beiden Plattformen. Und gerade in der jetzigen Zeit, in der es kaum Messen und andere Vor-Ort-Veranstaltungen gibt, sind XING und LinkedIn wichtige Kanäle für die Personalgewinnung und den Vertrieb“, betont Natascha Siefert. „Denn erfolgreicher B2B-Vertrieb ist im heutigen Zeitalter digital! Die aktuelle Corona-Krise zeigt mehr als deutlich, dass gerade die B2B-Vertriebsprofis mehr Offenheit für Digitalisierung und Veränderung zeigen müssen. Dazu gehört nun in erster Linie auch, diese beiden sozialen Netzwerke im Arbeitsalltag zu nutzen.“

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