Simon-Schnetzer im Jugend-Interview

„Die Gen Z ist faul und hat kein ​​Interesse an der Logistik!“ – Oder?

Die einen gelten als faul, empfindlich und anspruchsvoll – die anderen als festgefahren, leistungsfixiert und technikfern. Aber sind die Generationen wirklich so verschieden? Der Jugendforscher Simon Schnetzer räumt im Interview mit solchen Vorurteilen auf. Er erklärt, worauf es jungen Menschen bei der Berufswahl wirklich ankommt. Und wie Unternehmen diese Erkenntnisse für sich nutzen können. Zudem sprechen wir über seine Erkenntnisse aus der Trendstudie „Jugend in Deutschland 2025 mit Generationenvergleich“*.   

Was waren Ihrer Meinung nach die wichtigsten Erkenntnisse der Studie? 

Die Studie zeigt, dass sich – entgegen der gängigen medialen Darstellung – die Generationen in zentralen Punkten weniger stark unterscheiden als oft angenommen. Insbesondere das Vorurteil, junge Menschen seien faul oder nicht leistungsbereit, wird klar widerlegt. Mit 81 Prozent liegt die Vollzeitquote bei jungen Erwerbstätigen sogar deutlich höher als bei älteren Generationen. Insgesamt ist zu beobachten, dass sich die generelle Haltung zur Arbeit und Leistungsbereitschaft über alle Generationen hinweg verändert hat – es handelt sich also um einen gesamtgesellschaftlichen Wandel, nicht um ein generationenspezifisches Phänomen. Ein Unterschied besteht tatsächlich darin, dass junge Menschen ihre Forderungen deutlicher positionieren.  Und auch im Hinblick auf psychische Belastungen zeigt sich ein differenziertes Bild: Junge Menschen berichten häufiger über psychische Erkrankungen als ältere Generationen. Das ist neben einer veränderten Wahrnehmung auf derartige Krankheitsbilder vor allem auf einen steigenden digitalen Druck zurückzuführen. Der ständige „Always on“-Modus, der Zwang zur permanenten Erreichbarkeit und das Gefühl, nichts verpassen zu dürfen, führen bei vielen zu Überforderung. Hinzu kommt die permanente Präsenz negativer globaler Ereignisse über digitale Medien sowie ein hoher Vergleich mit anderen über soziale Netzwerke, was das subjektive Stressempfinden zusätzlich erhöht.   
Simon Schnetzer im Jugend-Interview
Simon Schnetzer im Jugend-Interview | Fotograf: Dietrich Kühne
 

Welche Erwartungen hat die Generation Z an Arbeitgeber – besonders in scheinbar weniger „glamourösen“ Branchen wie der Logistik? 

Die entscheidende Frage lautet nicht, ob eine Branche „glamourös“ wirkt, sondern ob sie als relevant und sinnstiftend wahrgenommen wird. Auch in der Logistik gibt es durchaus frühkindliche Begeisterung – etwa der Traum, Lkw-Fahrer:in zu werden –, doch diese geht im Laufe der Zeit oft verloren. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass diese Berufe von außen und auch innerhalb der Branche zu wenig wertgeschätzt werden.  Die Generation Z wünscht sich einen Arbeitsplatz, an dem Menschlichkeit, ein gutes Arbeitsklima und gegenseitiger Respekt gelebt werden. Am Beispiel von Berufskraftfahrer:innen zeigt sich in der Praxis, dass hier bereits kleine Dinge wie ein kostenloser Kaffeeautomat an der Verladestation oder ein freundliches Miteinander im Team viel bewirken können.      

Und wie wird die Logistikbranche insbesondere für junge Menschen attraktiver? 

Bevor sich die Logistikbranche attraktiv positionieren kann, muss sie überhaupt erstmal sichtbar werden. Vielen fehlt das Verständnis dafür, welche Berufe es in der Logistik gibt und wie vielfältig die Aufgabenfelder tatsächlich sind. Oft kennt man nur Berufskraftfahrer:innen – und selbst da fehlen konkrete Informationen: Wie läuft die Ausbildung ab? Wie bekommt man den Führerschein? Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es?  Hier braucht es deutlich mehr Aufklärungsarbeit: Unternehmen sollten direkt in Schulen gehen, um aus erster Hand vom Arbeitsalltag, den Karrierewegen und persönlichen Erfolgsgeschichten zu berichten. Außerdem hilft es, sich auf Berufsmessen zu positionieren und Social Media zu nutzen. Gleichzeitig muss die Branche selbstbewusster auftreten und mehr Respekt für ihre systemrelevante Arbeit einfordern – gegenüber Politik und der Gesellschaft.  Wer mit diesen Maßnahmen Erfolg haben will, muss letztlich jedoch echte Perspektiven und ein klares Zukunftsversprechen bieten. Junge Menschen suchen keine Sackgassen, sie suchen Raum für Weiterentwicklung und den müssen Unternehmen Ihnen bieten.   

Gibt es einen Wandel in der Bedeutung von Gehalt vs. Sinnhaftigkeit vs. Sicherheit bei der Jobwahl? 

Ja, es gibt einen klaren Wandel – vor allem in der Gewichtung und im Zusammenspiel dieser drei Faktoren. Spätestens seit der Coronapandemie ist deutlich geworden, dass die Gehaltsfrage und die Bezahlung von Überstunden wieder stärker in den Vordergrund rückt. Gerade die jüngere Generation spürt die Auswirkungen von Inflation, Wohnungsnot, Wirtschaftskrisen und die wachsende Angst vor Altersarmut. Diese Unsicherheit trifft auf eine Generation mit oft geringer Finanzkompetenz und führt zu einem gestiegenen Wunsch nach finanzieller Stabilität. Das Gehalt wird daher nicht nur als Leistungsanerkennung, sondern zunehmend auch als Schutzschild gegen eine unsichere Zukunft wahrgenommen. Darüber hinaus spielt natürlich auch Jobsicherheit eine entscheidende Rolle.  Die Sinnfrage bleibt auch wichtig – sie hat sich aber verändert: Während ältere Generationen unter „Sinn“ häufig persönliche Erfüllung oder individuelle Entwicklung verstehen, bedeutet Sinnhaftigkeit für viele junge Menschen, einen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten – sei es durch Nachhaltigkeit oder gesellschaftlichen Mehrwert.  Sicherheit, Sinn und Gehalt stehen also nicht mehr im Widerspruch zueinander, sondern bilden ein neues Spannungsfeld. Junge Menschen wollen heute alles drei.   

Was können Unternehmen aus diesen Erkenntnissen lernen? 

Unternehmen sollten erkennen, dass junge Menschen nicht grundsätzlich anders „ticken“ – viele ihrer Wünsche und Bedürfnisse spiegeln letztlich das wider, was auch ältere Generationen sich wünschen: Sinn, Sicherheit, Wertschätzung und Entwicklungsmöglichkeiten. Der Unterschied liegt weniger in den Zielen als in den Rahmenbedingungen, unter denen junge Menschen heute aufwachsen: permanente Krisen, digitale Überflutung und finanzielle Unsicherheit.  Unternehmen können und sollten jungen Menschen stärker dabei helfen, sich auf die Zukunft vorzubereiten. Das umfasst nicht nur fachliche Qualifikation, sondern auch lebenspraktische Zukunftskompetenzen – zum Beispiel der Umgang mit Geld, Altersvorsorge oder psychischer Gesundheit.  Wer junge Menschen nicht nur integriert, sondern gezielt stärkt und mitgestalten lässt, investiert nicht nur in die nächste Generation, sondern auch in eine zukunftsfähige Unternehmenskultur. 

    Sie wollen weitere Informationen? Im Online-Kurs „Jugend Update 2025“ erhalten Ausbildungs- und Personalverantwortliche Video- und Lernmaterialien, um erfolgreich mit der jungen Generation zu arbeiten. Lernen Sie in 33 Lektionen, wie die Jugend tickt und wie sie diese erfolgreich gewinnen und binden!  *Die Trendstudie „Jugend in Deutschland 2025 mit Generationenvergleich“ basiert auf einer soziografisch repräsentativen Befragung von 6.034 Personen im Alter von 14 bis 69 Jahren, die im Zeitraum vom 10.01.2025 bis 26.02.2025 durchgeführt wurde. 
Steffen Obermann auf der Bühne der Hamburger Logistiktage

Moin! Die Logistik-Community traf sich in Hamburg

Traditionell trifft sich die Logistik-Community zum Jahresstart in Hamburg – und zwar bei den Hamburger Logistiktagen. Diese fanden am 18. und 19.2.25 zum 22. Mal statt, diesmal im Bauch der Haupttribüne des Millerntor-Stadions. Wo üblicherweise die Kicker des FC St. Pauli Bundesligapunkten hinterherjagen, ging es diesmal im nachhaltige Lieferketten, KI in der Kontraktlogistik und die körperliche Entlastung von Blue Colars im Umschlaglager. Das Team um Cheforganisator Jörg Hermsmeier (LMS) hatte wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Für die Agenturkunden unterwegs

In Hamburg traf mainblick-Gründer Uwe Berndt nicht nur bekannte Gesichter. Er knüpfte für die Kunden der Agentur auch neue Kontakte und bahnte neue Verbindungen an. „Wir sind seit über zwei Jahrzehnten für unsere exzellenten Kontakte und unser hochwertiges Netzwerk bekannt“, berichtet der passionierte Netzwerker, der einen großen Anteil daran hat. Denn jedes Jahr sind er und die anderen mainblicker.innen bei rund 30 Veranstaltungen präsent, mal als Besucher, mal auf der Bühne. Viele tausend Bahnkilometer und etliche 16-Stunden-Tage gehören dabei zum Standard. „Für uns ist es wichtig, überall Gesicht zu zeigen. Gute Kontakte knüpft man nicht vom Schreibtisch aus.“

Steffen Obermann (ZUFALL) trifft Uwe Berndt (mainblick)
Steffen Obermann (ZUFALL) trifft Uwe Berndt (mainblick)

Dicht gefüllter Veranstaltungskalender

Zu den wichtigsten Events gehören die Intralogistik-Leitmesse LogiMAT, alle zwei Jahre die „transport logistic“ in München, der „Logistics Summit“, seit geraumer Zeit in Düsseldorf ansässig ist sowie die BVL Supply Chain CX, die in Berlin stattfindet. Hinzu kommen viele kleinere Tagesveranstaltungen der Fachmedien DVZ, „Logistik heute“ oder Verkehrs-Rundschau. Und natürlich die Events der Cluster und Netzwerke (Logistik-Initiative Hamburg, Logistik.NRW, Logistik-Cluster Schwaben). Bei der Frage nach seinem Lieblingsevent schlägt Uwe Berndt die Stirn in Falten. Doch dann kommt er doch aus der Deckung: „Das Sommerfest der Logistik-Initiative ist schon ein Kracher. Carmen Schmidt findet immer wieder tolle Locations, die Stimmung ist tiefenentspannt. Gleichauf zählt für mich der LEO-Award von der DVZ zu meinen persönlichen Highlights.“ Mindestens dreimal Hamburg im Jahr – das klingt irgendwie nach Lieblingsstadt …

 

Foto: mainblick

Imagebild LogiMAT

Treffen Sie mainblick auf der Logimat 2025

Drei Messetage, 67.000 Besucherinnen und Besucher, über 1.600 Aussteller aus 40 Nationen: Die LogiMAT ist die führende internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement. Hier treffen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Handel und Logistik, um sich über Branchentrends auszutauschen und sich zu vernetzen. Sich dabei von der Masse abzuheben, ist eine echte Herausforderung.

Auffallen um jeden Preis

Umfragen aus dem letzten Jahr zeigen, dass 37,6 % der 67.420 Fachbesucherinnen und -besucher mit konkreten Investitionsplänen die LogiMAT besuchen. Mehr als 7,2 % vergeben ihre Aufträge sogar direkt vor Ort, und 16,3 % stellen eine anschließende Zusammenarbeit in Aussicht. Wer aus der Messe qualifizierte Leads mitnehmen möchte, muss vor allem eines erreichen: Aufmerksamkeit.

Strategische Kommunikation für Ihren Messeauftritt

Sie wollen sich durch eine gezielte Marketingstrategie von der Masse abheben? Als Kommunikationsagentur für die Logistik unterstützt mainblick Sie dabei, Ihre Marke wirkungsvoll zu präsentieren – auf der Messe und darüber hinaus. Mit individuell abgestimmten Kommunikationsstrategien steigern wir Ihre Sichtbarkeit und sorgen dafür, dass Sie Ihre Zielgruppe erreichen. Dabei können Sie auf ein breites Leistungsportfolio von Strategie über Kreation bis hin zum Networking zurgreifen. 

Lassen Sie uns ins Gespräch kommen! Vereinbaren Sie jetzt einen Termin und treffen Sie unsere CEOs Uwe Berndt und Tino Mickstein vom 11.–13. März auf der LogiMAT 2025, um über Ihre nächste Kommunikationsstrategie zu sprechen.

Und Action - MUTMACHER-Dreh bei Miebach

MUTMACHER 2025: Gute Nachrichten braucht die (Logistik-)Welt

Entstanden ist die Idee zu MUTMACHER 2025 am Rande der IAA Nutzfahrzeuge im September 2024 in Hannover. Dort saßen mainblick-Gründer Uwe Berndt und ETM-Geschäftsführer Oliver Trost beim Mittagessen zusammen und tauschten sich über ihre Eindrücke aus. Beiden war aufgefallen, dass die Stimmung getrübt und die Gesprächspartner.innen sehr verhalten waren. Erster Gedanke: Kein Wunder, bei der Weltlage. Doch damit wollten sich die Berufsoptimisten nicht abfinden. Noch vor dem Nachtisch waren sich die beiden einig: Es gibt viele positive und inspirierende Geschichten – die müssen wir in die Welt tragen und ihnen Aufmerksamkeit verschaffen, damit sich die Stimmung wieder aufhellt!

MUTMACHER-Dreh bei GEIS in Erlangen
MUTMACHER-Dreh bei GEIS in Erlangen

Mut machen und Zuversicht verströmen

Und so machten sich Berndt und Trost mit ihren Teams an die Arbeit, entwickelten das Konzept MUTMACHER25 und sprachen „auf dem kurzen Dienstweg“ Persönlichkeiten in ihren Netzwerken an. Diese berichten in kurzen Videos über spannende Projekte oder Entwicklungen in ihren Unternehmen, die Mut machen und Zuversicht verströmen. Die ersten Drehtermine fanden bereits im Dezember bei Miebach und NG.Network statt. Im Januar drehten die Teams dann bei Gebrüder Weiss in Konradsreuth und der Geis-Group in Erlangen. Weitere Drehs sind geplant – wo, wird noch nicht verraten …

Ab März werden die Clips über eurotransport.de und die LinkedIn-Kanäle von ETM und mainblick verbreitet.

Fotos: mainblick

NG.network NETZWERKFORUM Stückgut geht in die dritte Runde

NG.network NETZWERKFORUM Stückgut geht in die dritte Runde

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei! Für das zum dritten Mal stattfindende alljährliche NETZWERKFORUM Stückgut unseres mainblick-Kunden NG.network hatten die rund 140 Gäste sicherlich entsprechend hohe Erwartungen. Sie reisten auf Einladung der Zentrale aus ganz Deutschland am 7. November nach Bad Hersfeld. Auch wir durften mit dabei sein: Uwe Berndt und Tino Mickstein waren als mainblick-Geschäftsführer eingeladen, Franziska Steffes produzierte Content und führte direkt vor Ort Interviews durch. Marie-Luise Müller komplettierte das Team als Projektleitung. In den Wochen und Monaten zuvor hatte sie in enger Abstimmung mit NG.network das Eventmanagement begleitet und zum Beispiel auch am Programm mitgewirkt. 

 

Das Erfolgsrezept: Ökologie und Digitalisierung, Kollaboration und Ethik 

Bei dem internen Event informierte NG.network zusammen mit ihren Gesellschaftern die Leitungsebene des Netzwerks und Vertreter:innen aller Partnerbetriebe. Dieses Jahr stellte die Kooperation zusammen mit EIKONA Logistics, ebenfalls mainblick-Kunde, unteranderem die Pläne zur konsequenten Optimierung der zentralen IT-Plattform vor. Außerdem konnten die Teilnehmenden des netzwerkinternen Ausbildungsprojekts ZUKUNFTSRAUM ihre Arbeitsergebnisse vorstellen. Seitens mainblick hatte Marie-Luise Müller das Projekt von Konzeption über die Durchführung bis zur Finalisierung der Präsentationsinhalte begleitet. 

Am Nachmittag gaben dann Vertreter der fünf Gesellschafterbetriebe Einblicke in aktuelle Projekte. Der Fokus lag dabei klar auf der ökologischen Nachhaltigkeit und Digitalisierung von Prozessen. Und schließlich standen noch zwei echte Experten aus der Wissenschaft auf der Bühne: Prof. Dr. Christoph Tripp von der Hochschule Nürnberg und Dr. Daniel Dietzfelbinger vom Institut Persönlichkeit+Ethik. Christoph Tripp machte klar, dass in der Stückgutlogistik kein Weg an Agilität und Zusammenarbeit vorbeiführt. Sein Fazit: Die aktuellen Herausforderungen und Krisen kann niemand allein bewältigen. Daniel Dietzfelbinger betonte zudem, dass Ethik in der Wirtschaft kein „nice to have“ ist, sondern ein echter Erfolgsfaktor für Mitarbeitende, Kunden und Lieferanten. 

Den Abend nach dem offiziellen Bühnenprogramm ließen wir mit den anderen Gästen noch bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen. Und nutzten die Chance, um mit den Kolleg:innen von NG.network auf ein weiteres erfolgreiches Event und die langjährige gute Zusammenarbeit anzustoßen! 

Also ja: Aller guten Dinge sind drei. Doch wir mainblicker:innen freuen uns jetzt schon auf das NG.network NETZWERKFORUM Stückgut 2025! 

7. DVZ-Konferenz unter dem Titel „TMS & Co. – Chancen nutzen durch Plattformen, KI und End-to-End-Lösungen“

7. DVZ-Konferenz: TMS & Co. – KI als Thema in allen Vorträgen

Am 5. November 2024 fand im House of Logistics and Mobility (HOLM) in Frankfurt die 7. DVZ-Konferenz unter dem Titel „TMS & Co. – Chancen nutzen durch Plattformen, KI und End-to-End-Lösungen“ statt. Die Veranstaltung bot Branchenexpert.innen eine Plattform, um die Praxistauglichkeit digitaler Lösungen im Transportmanagement zu diskutieren.

Chefredakteur Sebastian Reimann begrüßt die Teilnehmenden der 7. DVZ-Konferenz unter dem Titel „TMS & Co. – Chancen nutzen durch Plattformen, KI und End-to-End-Lösungen“
Chefredakteur Sebastian Reimann begrüßt die Teilnehmenden der 7. DVZ-Konferenz unter dem Titel „TMS & Co. – Chancen nutzen durch Plattformen, KI und End-to-End-Lösungen“

Ein zentrales Thema war der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) zur Optimierung von Transportprozessen. mainblick-Kunden wie EIKONA oder Shipzero zeigten, inwieweit KI dazu beitragen kann, traditionelle Barrieren in der Zusammenarbeit zu überwinden oder den Co2- Ausstoß durch die Logistik zu senken. Zudem wurde die zunehmende Integration verschiedener Verkehrsträger thematisiert, da alle Supply-Chain-Beteiligten vermehrt durchgängige Sendungsinformationen erwarten. Für Speditionen bedeutet dies, dass sie Transportaufträge inklusive Vor- und Nachläufe auf der Straße auch bei Luft- und Seefrachten innerhalb desselben Systems steuern müssen.

Ein weiteres Augenmerk lag auf digitalen Frachtpapieren und dynamischen Schnittstellen, die eine bedarfsgerechte Informationsübermittlung ermöglichen und somit die Datenintegration erleichtern. Angesichts von Klimaschutzbestrebungen, der Dekarbonisierung des Güterverkehrs und erweiterten europäischen Berichtspflichten wurde der zusätzliche Handlungs- und Informationsbedarf betont. Hier bieten Datenhubs und neue Softwarelösungen Möglichkeiten, das Berichtswesen zu automatisieren und ganzheitliche Steuerungsoptionen zu schaffen.

mainblick CEO Tino Mickstein im Gespräch mit Matthias Schenk, Head of Sales bei ExB
mainblick CEO Tino Mickstein im Gespräch mit Matthias Schenk, Head of Sales bei ExB

Das HOLM bot erneut den passenden Rahmen für intensives Networking und attraktive Ausstellungsmöglichkeiten. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Die DVZ-Konferenz hat sich als wichtige Plattform für den Austausch über aktuelle Trends und Herausforderungen im Transportmanagement etabliert. Die nächste Veranstaltung ist bereits in Planung und verspricht erneut spannende Einblicke in die Welt der digitalen Logistiklösungen.

 

Fotos: DVZ

mainblick auf der Premiere der BVL Supply Chain CX

mainblick auf der BVL Supply Chain CX: Was für ein Brett!

Es wurde ja wild spekuliert im Vorfeld der BVL Supply Chain CX: Passt die neue Location in Neukölln? Lassen sich die Besucher:innen und Ausstellenden begeistern? Kann die BVL den Wandel vom guten alten Deutschen Logistik-Kongress hin zu einem modernen Format erfolgreich gestalten? Die Antworten sind einfach: dreimal ja! Denn hinterher ist man bekanntlich immer schlauer.

Viel los – beste Stimmung

Am Gemeinschaftsstand von mainblick, teamtosse und der Wirtschaftsmacher herrschte an den drei Tagen reger Betrieb – und allerbeste Stimmung. Wir waren mit Marie-Luise Müller, Franziska Steffes, Lukas Geipert, Tino Mickstein und Uwe Berndt vor Ort und hatten jede Menge zu tun, zu lernen und zu besprechen. Kontakte wurden gepflegt und geknüpft, Kunden betreut, Medienvertretende mit Neuigkeiten versorgt. Und bei der abendlichen Karaoke-Party vor unserem Stand ging mächtig die Post ab. Foto- und Videomaterial ist leider zensiert … 😊

Fest verankert in der Logistik-Community

Natürlich waren wir mainblicker.innen auch inhaltlich organisatorisch eingespannt: So unterstützte Franziska Steffes das Team der Messe Dortmund beim Pressegespräch zur BUILDINX, die vom 19. bis 21. November stattfinden wird. Marie-Luise Müller kümmerte sich um die Präsenz und PR-Termine für unseren Kunden NG.network. Und Lukas Geipert hatte im Vorfeld und während der Veranstaltung das Thema „Research“ im Gepäck. Im Fokus stand unser geniales Whitepaper „Mitarbeitendenbefragung“, das Sie hier kostenlos herunterladen können.

Bühnen frei!

mainblick-CEO Uwe Berndt moderierte für die Wirtschaftsmacher ein Panel zum Thema Employer Branding. Dort berichteten Volker Klassen (Hafen Trier) und Markus Meißner (AEB) von ihren Aktivitäten im Bereich Recruiting und Mitarbeitendenbindung. Zusammen mit Christina Thurner (LOXXESS) gestaltete mainblick zudem einen Thementisch für den BVL-Themenkreis „Image der Logistik“. Der Themenkreis wiederum organisierte ein Planel zu der Frage, wie Personal Branding auf LinkedIn sinnvoll genutzt werden kann. Moderatorin und DVZ-Redakteurin Amelie Bauer diskutierte hart und herzlich mit Michelle Friedrich (ZUFALL) und Frank Haas (Gebrüder Weiss).

mainblick CEO Uwe Berndt am Thementisch des BVL-Themenkreises "Image der Logistik"
mainblick CEO Uwe Berndt am Thementisch des BVL-Themenkreises „Image der Logistik“

Gelungene Premiere

„Die CX hat unsere Erwartungen klar übertroffen“, zieht mainblick-CEO Tino Mickstein eine positive Bilanz der drei Tage in Berlin und ergänzt: „Die BVL befindet sich im Wandel, die Ansprüche an Veranstaltungen haben sich in den letzten Jahren grundlegend verändert, dieses neue Format ist genau der richtige Weg, um auch jüngere Zielgruppen abzuholen“. Und so ist der mainblick-Stand auf der nächsten CX bereits beschlossene Sache. „Wir kommen wieder“, verspricht mainblick-Gründer Uwe Berndt.

Die nächste BVL Supply Chain CX findet vom 22. bis 24.10.2025 statt. Tickets sind hier erhältlich.

Fotos: mainblick

Tino Mickstein, Nils Finger und Uwe Berndt begleiten als LOG Navigators die Transformation im Logistik-Mittelstand.

LOG Navigators begleiten Transformation im Logistik-Mittelstand

Die Transformation von Logistik-Wirtschaft, Unternehmen, Prozessen und Lieferketten ist das beherrschende Thema unserer Zeit. Kaum ein Stein bleibt auf dem anderen, Disruptionen und Innovationen treiben eine komplexe Entwicklung, in er sich Unternehmer sowie Unternehmen und ihre Beschäftigten zurechtfinden müssen. Gestalten statt Verwalten lautet dabei die Devise. Die Mainblick-Geschäftsführer Uwe Berndt und Tino Mickstein verstehen sich seit jeher als Sparringspartner, Impulsgeber und Wegbegleiter für das Top-Management. Nun geben sie der Beratung aufgrund steigender Nachfrage mehr Raum und gründen die LOG Navigators mit.

Beratung für Mittelstand unter neuer Flagge

Zusammen mit Prof. Dr. Nils Finger von der CBS begleiten die drei Experten künftig mittelständische Unternehmen aus Transport und Logistik. „Wir wollen Lotsen sein in rauer See und gemeinsam mit unseren Kunden passende Strategien und Konzepte für einen gelingenden und menschenzentrierten Wandel entwickeln“, erklärt Uwe Berndt. Und Tino Mickstein ergänzt: „Es gibt kein Patentrezept für die Transformation komplexer Systeme, wir müssen vielmehr tief in die Kultur und in die gewachsenen Strukturen von Unternehmen eintauchen und gemeinsam den passenden Weg erarbeiten.“ Der Beratungsprozess startet mit der Entwicklung eines Zielbildes, das einen Sog entfachen und den Kurz vorgeben soll. Denn: Ohne Ziel ist jeder Weg falsch. Und jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Was nach Kalenderblattzitat klingt, ist für Prof. Dr. Nils Finger eine Frage der Haltung im Wandel. „Menschen wünschen sich Orientierung, Transparten und Klarheit. Nur soll können Veränderungen in Organisationen nachhaltig verankert und die erforderlichen Kräfte freigesetzt werden“, findet der Transformations-Spezialist.

Resilienz als Gelingensbedingung der Transformation

Wandel braucht Resilienz. Davon sind Berndt, Mickstein und Finger überzeugt. Denn nur resiliente Unternehmerpersönlichkeiten, Führungskräfte und Organisationen sind in der Lage, die Transformation so zu gestalten, dass niemand auf der Strecke bleibt und Veränderung nicht als Bedrohung, sondern als zu gestaltende Chance verstanden wird. Mit dem Workshop-Konzept „ResilientEdge“ soll die Grundlage für eben jene Resilienz gelegt werden, die einen gesunden Wandel ermöglicht. „Wir schaffen einen geschützten Raum, in dem Unternehmer und Top-Executives mit Gleichgesinnten an ihrer ganz persönlichen Transformationsstrategie arbeiten können“, verspricht Uwe Berndt. Dazu finden zwei Workshop-Blöcke mit je fünf Modulen statt. Dazwischen besteht in einem Online-Format Gelegenheit zur Reflexion. Tino Mickstein ist davon überzeugt, „dass wir mit unserem Angebot einen Nerv treffen, weil viele Entscheidungsträger immer noch und immer wieder auf der Suche nach der passenden Strategie für sich selbst und für ihren Verantwortungsbereich sind.“ Prof. Dr. Nis Finger: „Wir freuen uns total auf die gemeinsame Reise und sind neugierig, welche Pain-Points unsere Teilnehmenden im Gepäck haben.“

Der erste Workshop-Zyklus startet im Mai 2025. Infos zum Programm und zur Anmeldung gibt es hier.

 

Foto: mainblick

BVL-Themenkreis „Image der Logistik“ traf sich in der CargoCity Süd Station am Frankfurter Flughafen.

Themenkreis „Image“ am Flughafen: Einblicke in die Luftfrachtabfertigung

Der BVL-Themenkreis „Image der Logistik“ trifft sich dreimal im Jahr an unterschiedlichen Orten im ganzen Land – und manchmal auch digital. Am 11. September 2024 machten die Kommunikations-Expert.innen in der CargoCity Süd Station am Frankfurter Flughafen. Eingeladen hatte Patrick O. Tschirch, CEO der LUG aircargo handling GmbH. Den Kontakt hatte Felix Zimmermann vom Medienbüro am Reichstag hergestellt. Er ist Mitglied im Themenkreis und ist ein echter Aircargo-Experte. Um die Organisation des Treffens hat sich Anja Stubbe von der BVL-Geschäftsstelle gekümmert. Christina Thurner und Uwe Berndt – das Sprecherteam – freuten sich sehr über die Gelegenheit, der Luftfracht auf die Pelle zu rücken. So durfte ein Rundgang durch die heiligen LUG-Hallen ebenso wenig fehlen wie ein Austausch zur Frage, welchen Beitrag die Luftfracht zur Lebensqualität und Versorgungssicherheit leistet. Und beim Gruppenfoto auf der Terrasse wurde klar: An diesem Ort steigen riesige Vögel mit wertvoller Fracht in die Lüfte.

Hier finden Sie alles Infos zum BVL-Themenkreis „Image der Logistik“

Annika Großmann, Marcel Binding (beide Rhenus) und mainblick CEO Tino Mickstein beim TMS-Workshop

TMS-Einführung wirksam kommunizieren bei Rhenus Freight Logistics

„Logistiker, die sich mit der Einführung eines neuen Transport Management Systems (TMS) befassen, haben vor allem Prozesse und Technologien im Blick. Die begleitende Kommunikation spielt oft nur eine untergeordnete Rolle.“ Diese Erkenntnis treibt mainblick-CEO Tino Mickstein um. Umso mehr freut sich der Markenexperte, „wenn Unternehmen einen anderen Weg einschlagen und damit eine höhere Akzeptanz für ihr Vorhaben erhalten, weil sie sich in die Rolle der Anwender.innen hineinversetzen.“

Awareness und Akzeptanz schaffen

Eines dieser Unternehmen ist Rhenus Freight Logistics. mainblick begleitet den Logistikdienstleister seit geraumer Zeit in Sachen Projektkommunikation. Begonnen hatte alles mit einer Roadshow, in der die betroffenen Standorte ausführlich über die Pläne rund um die TMS-Einführung informiert und „abgeholt“ worden sind. Dazu wurde unter anderem ein Video mit Mitarbeitenden unterschiedlicher Abteilungen produziert.

„Laufzeit verkürzen, Kosten senken“

Nun springt das Projekt in eine entscheidende Phase. Und so bat Franco Labella, Head of IT, die beiden mainblick-Inhaber Uwe Berndt und Tino Mickstein zu einem Workshop nach Dietzenbach. Herausgekommen ist ein Konvolut an kreativen Ideen zur internen Kommunikation. Die sollen dem Projektteam unter anderem dabei helfen, die „TMS-Readiness“ in der Organisation herzustellen und Awareness für das Vorhaben zu erzeugen. Tino Mickstein: „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ein derartiges Vorgehen nicht nur die Akzeptanz im Unternehmen erhöht, sondern auch die Projektlaufzeit verkürzt und Kosten senkt.“

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