Niedrigwasser Rhein und Donau

Niedrigwasser setzt Lieferketten unter Druck – Logistik hält dagegen

Der Sommer stellt die Logistik vor die nächste Belastungsprobe: Die niedrigen Pegelstände auf Rhein und Donau schränken die Binnenschifffahrt teilweise erheblich ein. Schiffe können weniger Ladung aufnehmen, Transportkapazitäten sinken und Unternehmen müssen kurzfristig auf andere Verkehrsträger ausweichen. Die Folgen können wir am Ende alle spüren – durch längere Lieferzeiten und steigende Kosten.

Wenn das Wasser fehlt, müssen andere übernehmen

Was auf dem Wasser nicht mehr transportiert werden kann, verschwindet schließlich nicht. Industrie und Logistik reagieren deshalb: Transporte werden auf Schiene und Straße verlagert, Kapazitäten neu geplant und vorhandene Möglichkeiten flexibler genutzt. DB Cargo prüft beispielsweise zusätzliche Güterwagen, während die meisten Bundesländer das Sonntagsfahrverbot für Lkw vorübergehend gelockert haben.

Ein interessanter Nebeneffekt: Größere zusätzliche Staus sind bislang ausgeblieben. Nach Angaben des ADAC hatte die Lockerung des Sonntagsfahrverbots am vergangenen Wochenende kaum Auswirkungen auf das bundesweite Verkehrsgeschehen. Dennoch sind die Möglichkeiten von Straße und Schiene begrenzt. Rund sechs Millionen Tonnen Fracht werden monatlich per Binnenschiff transportiert – Mengen, die sich bei Niedrigwasser nicht kurzfristig vollständig auf andere Verkehrsträger verlagern lassen, wie die VerkehrsRundschau berichtet.

Logistik kann das Wetter nicht ändern – aber seine Folgen abfedern

Niedrigwasser ist keine gute Nachricht. Für Unternehmen entstehen zusätzliche Aufwände, Kapazitäten werden knapper und Ökonomin und Wirtschaftsweise Veronika Grimm warnt bereits vor steigenden Preisen bei verschiedenen Grundstoffen, wie in der LOGISTIK heute zu lesen ist.

Die aktuelle Situation zeigt aber auch, was Logistik täglich leistet: Sie sucht Alternativen, verschiebt Verkehre, organisiert zusätzliche Kapazitäten und hält Lieferketten dort in Bewegung, wo die üblichen Wege nicht mehr funktionieren.

Das Niedrigwasser können Logistiker nicht verhindern. Dass seine Folgen nicht noch gravierender ausfallen, dazu können sie sehr wohl beitragen: mit flexiblen Transportkonzepten, der intelligenten Kombination verschiedener Verkehrsträger, frühzeitiger Kapazitätsplanung und der engen Abstimmung zwischen Verladern, Speditionen und Transportdienstleistern. Nicht jede fehlende Schiffskapazität lässt sich ersetzen – aber durch vorausschauende Planung und schnelle Reaktion können Engpässe zumindest begrenzt und Lieferketten stabilisiert werden. Genau darin zeigt sich die Stärke der Logistik: Lösungen zu finden, wenn die Rahmenbedingungen schwieriger werden.

 

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Verachtfachter Bedarf: Die Logistik wird zum Stromriesen

Der Strombedarf der deutschen Logistik wird sich bis 2045 verachtfachen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Instituts für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen University im Auftrag des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik. Demnach wird die Branche bis 2045 rund 186 Terawattstunden Strom pro Jahr benötigen. Das entspricht 14 Prozent des prognostizierten nationalen Gesamtstrombedarfs – und bereits 2035 wird die Logistik mehr Strom verbrauchen als die deutsche Stahl- und Chemieindustrie zusammen. 

Elektrifizierung treibt den Energiebedarf

Der Hauptgrund für diese Entwicklung ist die Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs. Bis 2045 entfallen nach den Berechnungen rund 84 Prozent des gesamten Strombedarfs von Logistikimmobilien, Straßen- und Schienengüterverkehr auf elektrisch betriebene Lkw. Dem Baseline-Szenario der Studie liegt die Annahme zugrunde, dass die europäischen CO-Flottengrenzwerte weitgehend umgesetzt werden. Demnach müssen ab 2040 bereits 90 Prozent aller neu zugelassenen Lkw lokal emissionsfrei sein. 

Besonders herausfordernd wird dabei nicht nur der steigende Gesamtbedarf, sondern auch die zeitliche Bündelung des Stromverbrauchs. Wenn in Wintermonaten abends an Werktagen Lkw-Flotten in Depots geladen werden, Gebäudebetriebslasten steigen und gleichzeitig Schienentraktionslasten anfallen, könnten Überlagerungsspitzen von 57,09 Gigawatt entstehen. Das entspricht 70 Prozent der heutigen deutschen Systemspitze. 

Netze und Energieversorgung müssen Schritt halten

Die Eigenversorgung bietet natürlich noch Potenzial, so können Dachflächen beispielsweise noch konsequenter mit PV-Anlagen ausgestattet werden. Die Studie macht aber auch deutlich: Dieser Ausbau allein wird den steigenden Energiebedarf nicht decken können. Der DSLV fordert deshalb einen beschleunigten Netzausbau auf allen Ebenen, schnellere Genehmigungs- und Anschlussverfahren sowie wettbewerbsfähige Strompreise. Darüber hinaus sollen Logistikstandorte stärker zu Energie-Hubs mit Photovoltaik und Batteriespeichern entwickelt und regulatorische Hürden beim Einsatz selbst erzeugten Stroms abgebaut werden.

Eins ist klarDie Dekarbonisierung der Logistik geht weit über den Austausch von Diesel- gegen Elektrofahrzeuge hinaus. Mit jedem zusätzlichen E-Lkw steigen auch die Anforderungen an die Energieinfrastruktur. Die Wettbewerbsfähigkeit der Branche entscheidet sich demnach künftig nicht nur auf der Straße, sondern zunehmend auch am Stromnetz.

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Cybersicherheit in der Logistik - der unterschätzte Faktor Kommunikation

Cybersicherheit in der Logistik: Der unterschätzte Faktor Kommunikation

Cyberangriffe werden für die Logistik zu einem wachsenden Geschäftsrisiko. Vernetzte Lieferketten, digitale Plattformen, automatisierte Prozesse und der intensive Datenaustausch zwischen Verladern, Dienstleistern, Kunden und Behörden erhöhen die Effizienz – vergrößern aber zugleich die Angriffsfläche.

Logistik und Mittelstand besonders betroffen

Aktuelle Branchenberichte zeigen, dass Transport- und Logistikunternehmen besonders sensibel auf Cyberbedrohungen reagieren müssen. Die DVZ verweist in ihrem Artikel „Cyberangriffe: Logistik stark betroffen“ auf die steigende Zahl von Angriffen und die besondere Betroffenheit des Mittelstands, der die Branche stark prägt. Auch LOGISTIK HEUTE macht im Beitrag „Cybersicherheit: BSI erwartet weitreichende Folgen nach Aufdeckung von Schwachstellen“ deutlich, dass neue Software-Schwachstellen die Bedrohungslage weiter verschärfen können.

Die BVL-Studie „Trends und Strategien in Logistik und Supply Chain Management“ bestätigt diese Entwicklung: Cybersicherheit zählt weiterhin zu den wichtigsten Branchentrends. Für Unternehmen bedeutet das: IT-Sicherheit ist nicht mehr nur eine technische Aufgabe, sondern ein zentraler Bestandteil von Resilienz, Prozesssicherheit und Zukunftsfähigkeit.

Bitkom-Studie 2026: Digitale Abhängigkeit als Risiko

Auch die Bitkom-Studie „Hybride Angriffe: Wie gut ist Deutschland vorbereitet?“ zeigt, wie verwundbar Unternehmen gegenüber Cyberangriffen, Sabotage, Spionage, Desinformation und Angriffen auf kritische Infrastrukturen sind. Laut Bitkom rechnen 83 Prozent der Unternehmen mit einer ernsthaften Krise infolge hybrider Angriffe. Ohne Internet könnten Unternehmen ihren Geschäftsbetrieb im Schnitt nur 20 Stunden aufrechterhalten; 21 Prozent müssten sofort die Arbeit einstellen.

Für die Logistik ist diese Abhängigkeit besonders kritisch: Transportsteuerung, Lagerprozesse, Sendungsverfolgung, Kundenkommunikation und digitale Schnittstellen funktionieren heute weitgehend daten- und netzbasiert. Fällt diese Infrastruktur aus, entstehen unmittelbare Risiken für Lieferfähigkeit, Servicequalität und Vertrauen.

Interne Kommunikation wird zum Schutzfaktor

Trotzdem wird ein zentraler Hebel häufig unterschätzt: die interne Kommunikation. Viele Cyberangriffe beginnen nicht mit einem technischen Systemfehler, sondern mit einer E-Mail, einem manipulierten Anhang, einer gefälschten Login-Seite oder gezieltem Social Engineering. Mitarbeitende sind damit nicht nur potenzielle Angriffspunkte, sondern auch die erste Verteidigungslinie.

Umso wichtiger ist es, Cybersicherheit verständlich, regelmäßig und praxisnah zu kommunizieren – vom Lager über die Disposition bis zur Verwaltung und Geschäftsführung. Kommunikation und Marketing können dabei komplexe Sicherheitsthemen in klare Botschaften übersetzen, Awareness-Kampagnen entwickeln und dafür sorgen, dass Sicherheitsregeln im Arbeitsalltag präsent bleiben.

Gute interne Kommunikation senkt Hemmschwellen beim Melden verdächtiger Vorfälle, stärkt das Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeitenden und macht Cybersicherheit zu einem Teil der Unternehmenskultur. Gerade in einem stark vernetzten Wirtschaftsbereich wie der Logistik entscheidet nicht allein die technische Infrastruktur über Resilienz, sondern auch die Frage, ob Mitarbeitende Risiken erkennen, richtig reagieren und im Ernstfall wissen, was zu tun ist.

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Cover des Themenhefts Zweites Leben, erste Klasse!

Zweites Leben, erste Klasse!

Am 11. Juni wurde anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Stiftung Initiative Mehrweg das neue Themenheft der Wirtschaftsmacher veröffentlicht: „Zweites Leben, erste Klasse!  Warum Circular Economy die Logistik braucht“.

Kreislaufwirtschaft beginnt in der Praxis

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kreislaufwirtschaft im Alltag konkret funktioniert. Denn Circular Economy beginnt nicht erst mit großen Strategien, sondern häufig bei praktischen Lösungen: Produkte länger nutzen, Materialien im Umlauf halten und Prozesse intelligenter miteinander verbinden.

Eine zentrale Rolle übernimmt dabei die Logistik. Sie schafft die Voraussetzungen dafür, dass Rückführung, Wiederverwendung und Weiterverwertung überhaupt effizient umgesetzt werden können. Damit wird sie zum entscheidenden Bindeglied zirkulärer Wertschöpfung.

Logistik als Möglichmacher zirkulärer Wertschöpfung

Das neue Themenheft der Wirtschaftsmacher zeigt auf 23 Seiten anhand konkreter Praxisbeispiele, welchen Beitrag Logistik zur Circular Economy leistet – als Möglichmacher, Strukturgeber und integraler Bestandteil nachhaltiger Wertschöpfungsketten.

Das Themenheft macht deutlich, wie Kommunikation komplexe Zukunftsthemen verständlich vermitteln und relevante Geschichten sichtbar machen kann.

EPAL-Paletten

35 Jahre EPAL: Ein Standard, der die Logistik bewegt

Was am 21. Mai 1991 mit dem Ziel begann, Qualität und Austauschbarkeit von Europaletten verlässlich zu sichern, ist heute eines der wichtigsten Systeme der globalen Logistik: der offene EPAL-Palettenpool. Mehr als 670 Millionen EPAL-Europaletten und rund 20 Millionen EPAL-Gitterboxen sind aktuell im Einsatz. Sie sorgen täglich dafür, dass Waren sicher, effizient und über Ländergrenzen hinweg transportiert werden können. Damit steht EPAL auch für ein funktionierendes Prinzip der Kreislaufwirtschaft: Ladungsträger werden genutzt, getauscht, repariert und wiederverwendet.

Gerade in Zeiten komplexer Lieferketten zeigt sich, welchen Wert verlässliche Standards für Industrie, Handel und Logistik haben. Denn sie schaffen Orientierung, reduzieren Reibungsverluste und ermöglichen effiziente Prozesse, auch dort, wo Automatisierung und Digitalisierung die Anforderungen an Ladungsträger weiter erhöhen. Zum Jubiläum richtet EPAL den Blick deshalb nicht nur zurück, sondern auch nach vorn: Themen wie digitale Anwendungen, automatisierte Logistikprozesse und nachhaltige Ressourcennutzung werden die Branche weiter verändern. Digitale Lösungen wie die EPAL Pallet App zeigen, wie sich ein bewährtes System weiterentwickeln lässt.

Wir gratulieren EPAL zum 35-jährigen Bestehen und zu einem Logistikstandard, der seit Jahrzehnten verbindet, vereinfacht und bewegt.

Foto von Sergej Karpow auf Unsplash

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4. Deutsche Mehrwegkonferenz – auf dem Weg zur Circular Economy

„Gemeinsam mit der in die Leadership Days eingebundenen 4. Deutschen Mehrwegkonferenz 2026 der Deutschen Umwelthilfe wird das smartvillage Berlin für zwei Tage am 11. und 12.06.2026 der Place-to-be für alle Mehrwegakteure aus Politik, NGO, Industrie, Logistik und Handel“ – das verspricht die Stiftung Initiative Mehrweg. Die Wirtschaftsmacher halten das Banner der Logistik in diesem wichtigen Bereich mit einem eigenen Stand und einer Masterclass hoch.

 

Pflichttermin für Entscheider aus Handel und Logistik

Die zweitägige Fachveranstaltung bietet ein umfassendes Programm mit Keynotes, Panels, Fachforen und Masterclasses auf zwei Bühnen. Über 100 Expert:innen richten den Blick auf die Potentiale und Geschäftsmodelle hinter der europäischen Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) und neue Märkte für Mehrweg- und Poolingsysteme, digitale Trackinglösungen und standardisierte Prozesse, rund 40 Aussteller und Start-ups präsentieren innovative Produkte und Lösungen entlang der gesamten Lieferkette – von Verpackung über Pooling und Kennzeichnung bis zu Softwarelösungen. Mit dabei: Unsere Wirtschaftsmacher-Initiative!

 

Wirtschaftsmacher mit Themenheft und Masterclass

Deutschlands größte Imageinitiative ist mit einem eigenen Stand vertreten. Außerdem ist eine Masterclass zum „Image der Logistik“ geplant. „Wir sehen bei diesem Thema ein enormes Potenzial für den Wirtschaftsbereich Logistik. Auf dem Weg zur Circular Economy entstehen neue Betätigungsfelder für Unternehmen und attraktive Berufsbilder“, erklärt Uwe Berndt, Mitglied des Initiativenteams. Außerdem wird es zur Veranstaltung ein Themenheft rund um die Rolle der Logistik in der Circular Economy mit Deep Dive Content, Praxisbeispielen sowie Karriereinfos geben.

 

Tickets mit 15 % Wirtschaftsmacher-Rabatt

Die Veranstaltung richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die strategische Entscheidungen im Bereich Verpackung, Lieferketten, Logistik und CSR treffen. Vergünstigte Tickets erhalten Sie auf der Veranstaltungswebsite: https://www.stiftung-mehrweg.de/de/die-stiftung/rlld-2026. Diese kosten regulär € 699,- zzgl MwSt. Mit dem nachfolgenden Ticketcode erhalten Sie 15 % Rabatt: „WIRTSCHAFTSMACHER15PRZ“

 

   

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LogiMAT 2026: Unser Rückblick auf Trends, CareerDay und neue Impulse für die Logistik

Nach der LogiMAT 2026 ist klar: Diese Messe hallt nach. Nicht nur wegen der beeindruckenden 69.856 Fachbesucher, sondern vor allem wegen der Energie, die geblieben ist. Gespräche, Ideen, neue Perspektiven. Stuttgart war erneut der Treffpunkt für alle, die Logistik nicht nur denken, sondern gestalten wollen.

An unserem Gemeinschaftsstand mit dem LCS – Logistik Cluster Schwaben e. V., der Logistik-Initiative Hamburg sowie dem Kompetenznetz Logistik.NRW / LOG-IT Club e. V. wurde genau das spürbar: echter Austausch auf Augenhöhe. Drei Tage lang drehte sich alles um relevante Inhalte, starke Sichtbarkeit für unsere Kunden und die zentrale Frage: Wie erzählt die Logistik ihre Geschichten besser?

Die Antwort darauf war überall zu finden – in intensiven Gesprächen, in neuen Kontakten und in klaren Botschaften. Denn eines wurde deutlich: Die Branche hat viel zu sagen. Jetzt kommt es darauf an, dass sie gehört wird.

 


 

Ein besonderes Highlight war unser Engagement rund um den CareerDay. Mit Diskussionen zu Karrierewegen, Künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeit haben wir aktuelle Themen aufgegriffen und weitergedacht. Ergänzt wurde das durch frische Einblicke aus unserer Studie zur Arbeitswelt in der Logistik sowie zahlreiche Stimmen aus der Branche, die wir direkt vor Ort in Podcast-Formaten festgehalten haben.

Gemeinsam mit Initiativen wie dem Tag der Logistik und „Die Wirtschaftsmacher“ treiben wir außerdem weiter voran, was uns besonders wichtig ist: mehr Sichtbarkeit für die Logistik als Innovationstreiber, Arbeitgeber und Zukunftsbranche.

Unser Fazit: Die LogiMAT 2026 war kein Schlusspunkt. Sie war ein Startsignal. Für neue Ideen, neue Formate und neue Geschichten, die erzählt werden wollen.

Wir sagen Danke an alle, die dabei waren, Impulse gesetzt und den Austausch möglich gemacht haben. Wir sehen uns auf der LogiMAT 2027.

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#HREA 2025: Metzger gewinnt mit „Charge the Future“

Berlin, 28. November 2025: Auf der Bühne der HR Excellence Awards (HREA) ruft die Moderatorin den Gewinner der Kategorie Nachhaltigkeitsmanagement aus. Jubel bricht aus. Ausgezeichnet wird Metzger Logistik & Spedition. Und mainblick durfte das Unternehmen auf diesem Weg begleiten. 

Die HR Excellence Awards würdigen zukunftsweisende Personalarbeit und herausragende HR-Kampagnen in einem fairen und transparenten Wettbewerb. Der Weg zur Auszeichnung erfordert jedoch eine sorgfältige Vorbereitung. mainblick unterstützte Metzger daher bei der inhaltlichen Ausarbeitung und Einreichung der Bewerbung. Nach dem Erreichen des ersten Meilensteins, der Nominierung auf der Shortlist und Einladung nach Berlin, entwickelten wir gemeinsam mit dem Team das Pitch-Konzept und begleiteten die Präsentation vor der HREA-Jury. Die an den Gewinn anschließende kommunikative Begleitung übernahmen wir natürlich besonders gern! 

 

 

Über das Projekt „Charge the Future“ 

Mit dem Projekt „Charge the Future“ überzeugte Metzger die Jury durch einen ganzheitlichen Ansatz, der zahlreiche ökologische Maßnahmen mit einem klaren Fokus auf moderne, nachhaltige Mitarbeiterführung verbindet. Das Projekt vereint Initiativen, die deutlich über klassische Nachhaltigkeitsprojekte hinausgehen. Dazu zählen unter anderem die geplante Elektrifizierung von mindestens 50 Prozent der Lkw-Flotte bis 2030, der Ausbau einer eigenen Ladeinfrastruktur sowie interne Auszeichnungen wie „Top Driver“ und „Top Logistician“, mit denen besonders nachhaltiges Verhalten gewürdigt wird. Ergänzend bildet Metzger Abfall- und Energiescouts aus, die im Unternehmen aktiv zu nachhaltigeren Arbeitsprozessen beitragen.  

Mit dem Gewinn des HR Excellence Awards setzt Metzger Logistik & Spedition ein klares Zeichen für nachhaltige Transformation in der Logistikbranche. Wir gratulieren herzlich und freuen uns, diesen Weg weiterhin kommunikativ begleiten zu dürfen! 

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NetzwerkForum LogistikMarketing.NRW – KI im Fokus

Am 16. September 2025 fand das „NetzwerkForum LogistikMarketing.NRW“ im Startport Duisburg statt. Eine Veranstaltung, die sich rund um das hochaktuelle Thema Künstliche Intelligenz (KI) im Logistik-Marketing drehte. mainblick war als Mitveranstalter gemeinsam mit dem Kompetenznetz Logistik.NRW aktiv beteiligt und mit mainblick Founder Uwe Berndt und Projektmanager Benjamin Geupel in Duisburg vertreten.

Großartige Referenten, praxisnahe Vorträge und interaktive Formate füllten die Agenda des Tages. Robin Heintze und Jan Cerny von der morefire GmbH bereicherten die Veranstaltung mit einem Überblicksvortrag zu „KI im Marketing“ sowie einer beeindruckenden Live-Demo. Ziel war es, den Teilnehmer.innen Einblicke in die Chancen, Herausforderungen und Einsatzmöglichkeiten von KI-Tools zu geben und Mythen, Wahrheiten sowie Unwahrheiten rund um das Thema kritisch zu beleuchten. Im Rahmen des Worldcafés tauschten die Teilnehmer.innen in spannenden Diskussionsrunden praxisnahe Einsatzszenarien aus, berichteten von Erfahrungen aus ihren Unternehmen und entwickelten gemeinsam Impulse für die Zukunft des Logistik-Marketings. Uwe Berndt führte durch die Veranstaltung und stand den Anwesenden nicht nur auf der Bühne, sondern auch in den Pausen und kleineren Gesprächsrunden für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

 

 

Das Feedback war durchweg positiv: Die Kombination aus fachlicher Tiefe, interaktiven Formaten und Networking stieß auf großes Interesse und machte die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg. Für mainblick war es eine wertvolle Gelegenheit, die eigene Expertise einzubringen, Impulse zu setzen und gemeinsam mit der Branche die Zukunft des Logistik-Marketings aktiv zu gestalten.

Fotos: mainblick

Simon-Schnetzer im Jugend-Interview

„Die Gen Z ist faul und hat kein ​​Interesse an der Logistik!“ – Oder?

Die einen gelten als faul, empfindlich und anspruchsvoll – die anderen als festgefahren, leistungsfixiert und technikfern. Aber sind die Generationen wirklich so verschieden? Der Jugendforscher Simon Schnetzer räumt im Interview mit solchen Vorurteilen auf. Er erklärt, worauf es jungen Menschen bei der Berufswahl wirklich ankommt. Und wie Unternehmen diese Erkenntnisse für sich nutzen können. Zudem sprechen wir über seine Erkenntnisse aus der Trendstudie „Jugend in Deutschland 2025 mit Generationenvergleich“*. 

 

Was waren Ihrer Meinung nach die wichtigsten Erkenntnisse der Studie? 

Die Studie zeigt, dass sich – entgegen der gängigen medialen Darstellung – die Generationen in zentralen Punkten weniger stark unterscheiden als oft angenommen. Insbesondere das Vorurteil, junge Menschen seien faul oder nicht leistungsbereit, wird klar widerlegt. Mit 81 Prozent liegt die Vollzeitquote bei jungen Erwerbstätigen sogar deutlich höher als bei älteren Generationen. Insgesamt ist zu beobachten, dass sich die generelle Haltung zur Arbeit und Leistungsbereitschaft über alle Generationen hinweg verändert hat – es handelt sich also um einen gesamtgesellschaftlichen Wandel, nicht um ein generationenspezifisches Phänomen. Ein Unterschied besteht tatsächlich darin, dass junge Menschen ihre Forderungen deutlicher positionieren. 

Und auch im Hinblick auf psychische Belastungen zeigt sich ein differenziertes Bild: Junge Menschen berichten häufiger über psychische Erkrankungen als ältere Generationen. Das ist neben einer veränderten Wahrnehmung auf derartige Krankheitsbilder vor allem auf einen steigenden digitalen Druck zurückzuführen. Der ständige „Always on“-Modus, der Zwang zur permanenten Erreichbarkeit und das Gefühl, nichts verpassen zu dürfen, führen bei vielen zu Überforderung. Hinzu kommt die permanente Präsenz negativer globaler Ereignisse über digitale Medien sowie ein hoher Vergleich mit anderen über soziale Netzwerke, was das subjektive Stressempfinden zusätzlich erhöht. 

 

Simon Schnetzer im Jugend-Interview
Simon Schnetzer im Jugend-Interview | Fotograf: Dietrich Kühne

 

Welche Erwartungen hat die Generation Z an Arbeitgeber – besonders in scheinbar weniger „glamourösen“ Branchen wie der Logistik? 

Die entscheidende Frage lautet nicht, ob eine Branche „glamourös“ wirkt, sondern ob sie als relevant und sinnstiftend wahrgenommen wird. Auch in der Logistik gibt es durchaus frühkindliche Begeisterung – etwa der Traum, Lkw-Fahrer:in zu werden –, doch diese geht im Laufe der Zeit oft verloren. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass diese Berufe von außen und auch innerhalb der Branche zu wenig wertgeschätzt werden. 

Die Generation Z wünscht sich einen Arbeitsplatz, an dem Menschlichkeit, ein gutes Arbeitsklima und gegenseitiger Respekt gelebt werden. Am Beispiel von Berufskraftfahrer:innen zeigt sich in der Praxis, dass hier bereits kleine Dinge wie ein kostenloser Kaffeeautomat an der Verladestation oder ein freundliches Miteinander im Team viel bewirken können.    

 

Und wie wird die Logistikbranche insbesondere für junge Menschen attraktiver? 

Bevor sich die Logistikbranche attraktiv positionieren kann, muss sie überhaupt erstmal sichtbar werden. Vielen fehlt das Verständnis dafür, welche Berufe es in der Logistik gibt und wie vielfältig die Aufgabenfelder tatsächlich sind. Oft kennt man nur Berufskraftfahrer:innen – und selbst da fehlen konkrete Informationen: Wie läuft die Ausbildung ab? Wie bekommt man den Führerschein? Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es? 

Hier braucht es deutlich mehr Aufklärungsarbeit: Unternehmen sollten direkt in Schulen gehen, um aus erster Hand vom Arbeitsalltag, den Karrierewegen und persönlichen Erfolgsgeschichten zu berichten. Außerdem hilft es, sich auf Berufsmessen zu positionieren und Social Media zu nutzen. Gleichzeitig muss die Branche selbstbewusster auftreten und mehr Respekt für ihre systemrelevante Arbeit einfordern – gegenüber Politik und der Gesellschaft. 

Wer mit diesen Maßnahmen Erfolg haben will, muss letztlich jedoch echte Perspektiven und ein klares Zukunftsversprechen bieten. Junge Menschen suchen keine Sackgassen, sie suchen Raum für Weiterentwicklung und den müssen Unternehmen Ihnen bieten. 

 

Gibt es einen Wandel in der Bedeutung von Gehalt vs. Sinnhaftigkeit vs. Sicherheit bei der Jobwahl? 

Ja, es gibt einen klaren Wandel – vor allem in der Gewichtung und im Zusammenspiel dieser drei Faktoren. Spätestens seit der Coronapandemie ist deutlich geworden, dass die Gehaltsfrage und die Bezahlung von Überstunden wieder stärker in den Vordergrund rückt. Gerade die jüngere Generation spürt die Auswirkungen von Inflation, Wohnungsnot, Wirtschaftskrisen und die wachsende Angst vor Altersarmut. Diese Unsicherheit trifft auf eine Generation mit oft geringer Finanzkompetenz und führt zu einem gestiegenen Wunsch nach finanzieller Stabilität. Das Gehalt wird daher nicht nur als Leistungsanerkennung, sondern zunehmend auch als Schutzschild gegen eine unsichere Zukunft wahrgenommen. Darüber hinaus spielt natürlich auch Jobsicherheit eine entscheidende Rolle. 

Die Sinnfrage bleibt auch wichtig – sie hat sich aber verändert: Während ältere Generationen unter „Sinn“ häufig persönliche Erfüllung oder individuelle Entwicklung verstehen, bedeutet Sinnhaftigkeit für viele junge Menschen, einen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten – sei es durch Nachhaltigkeit oder gesellschaftlichen Mehrwert. 

Sicherheit, Sinn und Gehalt stehen also nicht mehr im Widerspruch zueinander, sondern bilden ein neues Spannungsfeld. Junge Menschen wollen heute alles drei. 

 

Was können Unternehmen aus diesen Erkenntnissen lernen? 

Unternehmen sollten erkennen, dass junge Menschen nicht grundsätzlich anders „ticken“ – viele ihrer Wünsche und Bedürfnisse spiegeln letztlich das wider, was auch ältere Generationen sich wünschen: Sinn, Sicherheit, Wertschätzung und Entwicklungsmöglichkeiten. Der Unterschied liegt weniger in den Zielen als in den Rahmenbedingungen, unter denen junge Menschen heute aufwachsen: permanente Krisen, digitale Überflutung und finanzielle Unsicherheit. 

Unternehmen können und sollten jungen Menschen stärker dabei helfen, sich auf die Zukunft vorzubereiten. Das umfasst nicht nur fachliche Qualifikation, sondern auch lebenspraktische Zukunftskompetenzen – zum Beispiel der Umgang mit Geld, Altersvorsorge oder psychischer Gesundheit. 

Wer junge Menschen nicht nur integriert, sondern gezielt stärkt und mitgestalten lässt, investiert nicht nur in die nächste Generation, sondern auch in eine zukunftsfähige Unternehmenskultur. 

 

 

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*Die Trendstudie „Jugend in Deutschland 2025 mit Generationenvergleich“ basiert auf einer soziografisch repräsentativen Befragung von 6.034 Personen im Alter von 14 bis 69 Jahren, die im Zeitraum vom 10.01.2025 bis 26.02.2025 durchgeführt wurde.