“Mach doch mal eben schnell!” – Warum auch Kommunikation mal etwas Zeit (für sich) braucht

Mal eben schnell? Timeout!

Einmal im Jahr steht er vor der Tür: der große Jahresurlaub. Endlich hat man Zeit, um sich zu entspannen, die Seele baumeln zu lassen und Dinge zu tun, für die man im Alltag einfach nicht die Zeit findet. Doch bevor die ganze Familie das Haus verlässt gibt es noch einiges zu tun. Koffer müssen gepackt werden. Das Auto will vollgetankt vor der Tür stehen oder die Zug- und Flugtickets müssen auf Smartphone sowie -watch überspielt sein, damit am Bahnhof oder Flughafen alles reibungslos vonstattengehen kann. Zwischenzeitlich geht man seine imaginäre To-do-Liste im Kopf durch und hofft, auch wirklich nichts vergessen zu haben. Bei all dem Gewirr und Trubel fällt mit Sicherheit noch jemandem etwas ein, das unbedingt erledigt werden muss, damit man beruhigt in mehr oder weniger ferne Länder reisen kann. Und so ganz nebenbei fällt dann die Aussage: „Schatz, mach doch mal eben schnell!“

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PR ist wie Teleshopping

Ich weiß, ein Outing ist nicht einfach, aber irgendwann ist die Zeit mal gekommen und dann muss es einfach raus: Ich bin ein großer Teleshopping-Fan – und das ist auch gut so! Ich zappe immer wieder gerne bei den deutschen Shoppingkanälen vorbei und lasse mich inspirieren, wie schön doch alles sein kann und wie einfach alles von der Hand geht, wenn man nur das richtige Equipment zu Hause hat. Da wird mit dem neuen Reiniger der Hausputz zum Kinderspiel, dank der tollen Pfanne kocht man gleich auf Sterneniveau und wenn man sich dann noch richtig pflegt und kleidet, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Ich liebe es! Und das meine ich ernst, denn hinter jedem Produkt steckt eine ausgeklügelte Strategie.

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Content: Vom Buzzword zum Unwort

Alle reden nur noch von Content. Das Web wird verstopft damit, es entstehen Plattformen drumherum, Redakteure werden auf den Begriff eingeschworen – jeden Tag erwarte ich eigentlich, irgendwo in Frankfurt die erste große Contentfabrik zu sehen. Stilecht mit Ziegeltürmen, aus denen dann täglich große, weiße Rauchschwaden aufsteigen. Und abends verlassen müde Menschen mit rußgeschwärzten Gesichtern das Gebäude und treten ihren Heimweg von der Maloche an. Ich mag es nicht mehr hören, denn es verstellt den Blick darauf, was wir eigentlich brauchen.

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Digitales Jonglieren bringt keinen Applaus

Digitales Jonglieren

Eine Vorführung ganz ohne Netz und doppelten Boden – in der Artistik galt das lange Zeit als etwas ganz Besonderes. Die Akrobaten fühlten sich in ihren Abläufen und bei allen Handgriffen so sicher, dass die auf diese lebensrettenden Sicherheitsmaßnahmen verzichteten. Und das Publikum war bei den Vorstellungen besonders gebannt, denn immerhin ging es hier um deutlich mehr als nur Entertainment.

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Auf allen Kanälen

Sie hat es (vermutlich) getan und wir wissen nun (wahrscheinlich) alles darüber: Heidi Klum hat Familie Kaulitz geheiratet. Oder doch nur Zwilling Tom? Was anmutet wie ein ZDF-Serien-Klassiker aus den 80er Jahren, spielt sich gleichzeitig voll auf der Höhe der Mediengesellschaft im Jahr 2019 ab. Denn selbstverständlich ist Heidi Klum überall zu sehen – in allen Zeitungen, dem Fernsehen, den Websites und Portalen von Radio-Sendern und Online-Medien. Und natürlich in ihren eigenen Social-Media-Accounts.

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Headlines from Hell: Alles aus einer Hand

Manchmal kann ich mich nicht entscheiden, was ich unterwegs essen soll. Habe ich eher Appetit auf eine deftige Pizza? Oder darf es ein vegetarischer Döner sein? Nein, alles zu langweilig. Vielleicht doch lieber indisches Kartoffel-Blumenkohl-Curry? Wie praktisch, dass es Restaurants gibt, die gleich mehrere kulinarische Spezialitäten unter einem Dach vereinen: Pizza wie aus Italien, Curry wie aus Indien, Burger wie aus Amerika und Pommes-Schranke wie aus Gelsenkirchen. Alles aus einer Hand – was will ich denn mehr?

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