Storytelling: Was wir von Odysseus und Star Wars lernen können

Was wir heute Storytelling nennen, ist eigentlich eine sehr alte Form der Geschichtenerzählung. Schon in Homers Odyssee kommen alle wesentlichen Merkmale dessen vor, was wir noch heute als schlüssige und spannende Erzählstruktur ansehen. Aber es ist natürlich auch eine reichhaltige Geschichte mit so einigen Irrungen, Wirrungen und vor allem Wiederholungen. Letztere sind der Tatsache geschuldet, dass die Story ursprünglich nur mündlich weitergegeben wurde. Wiederholungen und Reimform halfen dabei, die Handlung auswendig zu lernen und korrekt zu rezitieren. Aber was hat das mit heutigem Storytelling in der Unternehmenskommunikation zu tun, welche modernen Analogien gibt es und was können wir daraus lernen?

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Extrarunden: Das allseits beliebte Fliegen von Abstimmungsschleifen

Über den Wolken gibt es keine Abstimmungsschleifen

Über den Wolken mögen Extrarunden eine wunderbare Sache sein. Zugegeben, vielleicht eher in einem kleinen Segelflugzeug als in einem Passagierflieger. Das Vergnügen hatte ich zwar noch nicht, stelle es mir aber ziemlich angenehm vor. Noch ein paar Minuten länger in der Luft sein, an Reinhard Meys bekanntestes Lied denken und die Gedanken schweifen lassen. Jedenfalls allemal besser als die Extrarunde, die der Ein oder die Andere mit dem Sportunterricht verbindet. Und seit ich in der PR-Branche arbeite, habe ich noch eine weitere Form von Extrarunden kennengelernt, die ähnlich erfreulich sind wie die letztgenannte: Abstimmungsschleifen.

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Grüner wird’s nicht? Von Nachhaltigkeit, Kommunikation und tragenden Aufklebern

Sieht grüne Kommunikation so aus?

Wenn es einen prototypischen Satz gibt, der in keiner Firmendarstellung fehlen darf, dann hat er ganz sicher mit Nachhaltigkeit zu tun. „Wir fühlen uns der Nachhaltigkeit verpflichtet“, heißt es oft. Oder: „Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie.“ Das klingt aber auch wirklich gut. Nicht so nach birkenstocktragendem Baumkuschler, sondern nach anzugtragendem Verstandsmensch, der die Zeichen der Zeit erkannt hat. Und es lässt sich wunderbar in der Kommunikation nutzen – wenn es denn auch authentisch ist.

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Krisenkommunikation: planvoll vorgehen!

Auch in der Krise auf bunte Kommunikation setzen

In Zeiten wie diesen ist nichts leicht. Die Corona-Pandemie stellt über Jahre eingeübte Verhaltensmuster auf die Probe. Werte und Glaubenssätze, die uns leiten und das Miteinander innerhalb von Familie und Kollegenkreis prägen, geraten unter Druck. Wir wägen den Schutz der individuellen Gesundheit jedes einzelnen und die Belange der Wirtschaft zunehmend gegeneinander ab, bringen beides mindestens aber miteinander in Verbindung – jedenfalls im ethisch-moralischen Teil der öffentlichen Corona-Diskussion. Einigkeit besteht in einem zentralen Punkt: Wir haben eine Krise. Und die verlangt insbesondere uns Berufskommunikatoren derzeit eine Menge Geduld und Fingerspitzengefühl in der Krisenkommunikation ab.

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Hier warb Goethe nie

Ich erinnere mich noch sehr gut an eine Wohnungsbesichtigung zu Anfang des Jahres hier in Frankfurt, bei der die Vormieter die klaustrophobisch kleine Toilette mit einem Goethe-Zitat als Wandtattoo aufwerteten. „Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert“, mahnten mich die Letter. Was mir das in diesem Zusammenhang sagen sollte, weiß ich nicht. Verharren wollte ich dort jedenfalls nicht länger als nötig. Gut, mögen Sie einwenden, wen interessiert schon, was in einer Privatwohnung an irgendwelchen Wänden steht? Stimmt natürlich. Aber der gute Herr Geheimrat muss leider nicht nur für stille Örtchen herhalten, sondern wird gerne auch vor den Karren der Kommunkation gespannt. Und ich bin mir nicht ganz sicher, was von beidem nun schlimmer ist.

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