Immer an den Druckausgleich denken

Ich bin kein klassischer Print-Leser. Unterwegs oder im Urlaub habe ich lieber meinen kompakten Kindle dabei als mehrere Folianten mitzuschleppen. Und wenn ich daheim nicht Online-Nachrichtenmagazine konsumiere, höre ich eben Podcasts oder gelegentlich Hörbücher. Nun könnte man denken, dass Gedrucktes für mich tot ist – ganz so einfach ist es aber nicht.

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Überblättert: Das ungeliebte Vorwort

Spieglein, Spieglein in der Hand: Neulich blätterte ich beim Warten in der Autowerkstatt durch das Nachrichtenmagazin mit dem einschlägigen roten Rahmen auf dem Cover. Hätte ich mich nicht just ein paar Tage zuvor mit einem Kollegen über eine gewisse althergebrachte Tradition in Magazinen unterhalten, wäre es mir gar nicht aufgefallen. „Aus den Augen, aus dem Sinn“, heißt es ja so schön. Aber diesmal nicht. Diesmal sah ich bewusst hin und habe es nicht bloß übersehen: Es gibt kein klassisches Vorwort des Herausgebers oder Chefredakteurs im Spiegel. Stattdessen begleiten mich Inhaltsverzeichnis, Leitartikel und Kolumne durch die ersten Seiten. Dass mir das fehlende Vorwort so lange nicht aufgefallen ist, liegt vor allem daran, dass ich diesen Teil in Magazinen grundsätzlich überblättere.

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