Digitalisierung – muss das sein?

Auf diese Frage wird es von allen Seiten schallen: „Na klar!“, „Niemand kommt daran vorbei!“, „Wer nicht mitmacht, ist abgehängt“! Ach, wirklich? Ok, der digitale Wandel schreitet voran. Das ist nicht zu leugnen und auch nicht aufzuhalten. Warum auch? Zweifelsfrei bringt er auch viele Chancen mit sich. Dennoch verkommt Digitalisierung vielerorts zum Imperativ: Du musst digitalisieren!

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Worthülsenfrüchte: Die doppelte Endlichkeit

Worthülsenfrucht: Letztendlich

Alles hat bekanntermaßen ein Ende – bis auf die Wurst, wie wir seit Stephan Remmler wissen. Doch aller popkulturellen Hinweise zum Trotz hält sich die doppelte Endlichkeit hartnäckig: Letztendlich nicht nur in Reden, wo man sie als Stilmittel vielleicht noch augenrollend dulden mag, sondern auch in der sonstigen Kommunikation. Und da war es schon – haben Sie es bemerkt? Man liest ja so schnell darüber hinweg, weil es sich so in unserem Sprachverständnis festgesetzt hat, dass wir nicht einmal mehr die Stirn runzeln, wenn wir es lesen. Darum hier nochmal in Zeitlupe: letztendlich.

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To do or not to do, that is the question!

Hoch lebe die To-do-Liste

Stellen wir uns für einen Moment vor, Hamlet wäre keine tragische Figur von Shakespeare aus dem frühen 17. Jahrhundert. Stellen wir uns vor, er wäre ein postmoderner kreativer Kopf voller Gedanken. Hätte seine existentielle Frage dann noch immer To be or not to be gelautet? Oder vielleicht eher: To do or not to do? Am besten hätte er sich gefragt: What to do and what to do first? Eine To-do-Liste hätte seinem zerrissenen Gemütszustand sicher Abhilfe geschaffen.

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Digitales Jonglieren bringt keinen Applaus

Digitales Jonglieren

Eine Vorführung ganz ohne Netz und doppelten Boden – in der Artistik galt das lange Zeit als etwas ganz Besonderes. Die Akrobaten fühlten sich in ihren Abläufen und bei allen Handgriffen so sicher, dass die auf diese lebensrettenden Sicherheitsmaßnahmen verzichteten. Und das Publikum war bei den Vorstellungen besonders gebannt, denn immerhin ging es hier um deutlich mehr als nur Entertainment.

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Der Thunberg-Test für’s Employer Branding

Fridays for Future

Nachhaltigkeit ist ein Dauerthema – und das zu Recht. Im Employer Branding gilt es bislang noch als kleines Plus, wenn ein Unternehmen sozusagen einen grünen Daumen zeigen kann. Nice to have eben. In einigen Jahren wird das anders sein. Dann wird es für Firmen, die nicht wirklich nachhaltig sind, deutlich schwerer werden, Nachwuchs zu finden. Sich einen grünen Schriftzug zu geben und Bäume neben dem Mitarbeiterparkplatz zu pflanzen, wird dann nicht mehr reichen, um eine heranwachsende Generation von jungen Klimaaktivisten zu überzeugen, die heute auf die Straße gehen, morgen studieren und übermorgen auf Jobsuche sind.

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Immer online? „Chill mal dein Leben!“

Chill mal dein Leben! Warum immer online sein?

„Gute Freunde kann niemand trennen… gute Freunde sind nie allein.“ Das verriet uns bereits Franz Beckenbauer vor über 50 Jahren im gleichnamigen Song. An das Internet hat er dabei zwar nicht gedacht, aber es ist uns so selbstverständlich und vertraut geworden, dass wir nicht mehr von ihm getrennt sein wollen. Wahrscheinlich sind wir aus diesem Grund rund um die Uhr on: Online-Freundschaften, Online-Dating, Online-Shopping – machen wir uns nichts vor: Es ist kein Neuland, sondern das reinste Paradies.

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