In Sachen Kultur: Hört doch mal zu!

Lassen Sie uns über Respekt sprechen. Jetzt. Denn ich bin immer noch wie vom Donner gerührt wegen eines Ereignisses, das sich vor ein paar Tagen im lustigen Städtchen Köln ereignet hat. Und die Geschichte geht so: Im Rahmen eines hochinteressanten Kongresses zum Thema Handelslogistik luden die Veranstalter zur Abendveranstaltung. Tolle Location, Busshuttle, Welcome-Kölsch – das volle Programm. Gut 350 Logistiker sorgten sofort für das akustische Grundrauschen. Der Geräuschpegel war – höflich ausgedrückt – immens, die Stimmung super, Abteilung Familientreffen.

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Nachhaltig: Fasten einmal anders

Der Verzicht auf üppiges Essen hat in unserer Kultur eine lange Tradition. Manch einer wird da heutzutage schon kreativer und sucht sich eine neue Herausforderung. Wir schlagen ja nicht nur beim Essen und Trinken gerne mal über die Stränge. Sie disziplinieren sich also beim digitalen Konsum, verbringen vor allem weniger Zeit auf Whatsapp oder Facebook. Mal was anderes als der Platzverweis für Fleisch und Alkohol. Aber geht da noch mehr? Vielleicht sogar nachhaltig?

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Wortschätze: Comeback erwünscht!

Haderlump, kommod, Pardauz, Schlawiner, Larifari: Diese Wörter sind für mich als Schreiberling eine wahre Wonne. Und das, obwohl ich noch nicht einmal die 30er-Marke geknackt habe. Ich behaupte einmal, dass ich damit vielen Menschen meiner Generation einen Schritt voraus bin – und nicht nur denen. Das ist keine Schnurrpfeiferei! Für sie ist ein Hagestolz vermutlich eine Pflanze, deren Nüsse einen fürchterlichen Juckreiz auf der Haut verursachen. Und der Vatermörder prangt in der Vorstellung vieler mit Sicherheit auf dem Titelblatt irgendwelcher Boulevardzeitschriften und wird nicht für einen Kragen gehalten. Der Backfisch wird bei Nordsee feilgeboten und die Muhme vielleicht mit der Mumie verwechselt. Will man die Sprachbanausen dann zur Räson rufen, schauen sie nur verdattert drein. Was soll man bloß tun?

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Headlines from Hell: Tradition & Innovation

Wer das Monster von Loch Ness, Atlantis und Bielefeld in einem Atemzug nennt, den kann man leicht als Verschwörungstheoretiker abtun. Sind ja ohnehin alles Spinnereien – habe ich auch lange gedacht. Doch dann habe ich das neueste Imagevideo der Stadt Bielefeld gesehen und dachte mir: Vielleicht ist zumindest an dieser Bielefeld-Verschwörung mehr dran, als ich wahrhaben will. Nehmen wir an, die Stadt gäbe es wirklich und sie wäre nicht ein ausgedachtes Konstrukt. Würde sie sich dann selbst mit einer der wohl austauschbarsten Headlines aller Zeiten in einem nichtssagenden Video schmücken: Innovation trifft Tradition? Ich glaube kaum. Eine Überschrift wie eine Nebelgranate, verschleiernd und zum Wegrennen.

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