Agiles Arbeiten: Erst der Mitarbeiter, dann der Kunde

Kennen Sie das Gefühl, einen Begriff schon tausendmal gehört zu haben, ohne dass dieser Sie emotional erreicht oder gar begeistert? Im Gegenteil: Ein Wort zu kennen, dass sogar eine innere Ablehnung hervorruft, die auch durch gut vorgetragene Argumente nicht verfliegen will? Wenn ich mit Unternehmern und Führungskräften über das Thema Agilität spreche, runzeln gut ein Drittel meiner Gesprächspartner die Stirn. Das zweite Drittel zuckt gefühlt die Schultern. Mit den restlichen 33 Prozent entsteht ein lebhafter Diskurs über die Frage, ob und wie Prinzipien der agilen Softwareentwicklung auf die Unternehmensentwicklung übertragen werden können und dort ebenfalls die gewünschten positiven Effekte erzielen. Dieser Blogbeitrag will dazu ermutigen, pragmatischer und experimenteller mit agilen Denkweisen umzugehen.

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Innovationskraft: Kreativität braucht Kultur

Kreativität braucht eine bunte Klaviatur von Dingen, um sich in Unternehmen entfalten zu können

Die Fähigkeit, innovativ zu denken und zu handeln, wird über die Zukunft von Unternehmen entscheiden. Gleichzeitig aber führt das klassische Innovationsmanagement, das von der Idee bis zur Umsetzung linear verläuft, oft nicht mehr zu wettbewerbsfähigen Ergebnissen. Wie also können Unternehmen ihre Prozesse offener gestalten sowie die Kreativität ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern?

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Fehlerkultur – Warum wir öfter nach Canossa gehen sollten

Das könnte die Perspektive Heinrich IV. gewesen sein

Kaum ein anderes Ereignis in der Geschichte wird so oft rezipiert und gleichzeitig mit einer Demütigung gleichgesetzt wie der Gang nach Canossa König Heinrichs IV. im Jahr 1077. Katalysator dieser Wahrnehmung und prägend für eine missverstandene Fehlerkultur war schließlich auch niemand anderes als Otto von Bismarck. Er schloss kategorisch aus, wieder nach Canossa zu gehen. Ein prominentes Beispiel dafür, Fehlentscheidungen oder Missverständnisse nicht aus dem Weg zu räumen. Aber auch heute noch begegnen uns häufig Situationen, in denen der innere Schweinehund – bestehend aus Ego oder der eigenen Überzeugung – einfach nicht nach Oberitalien spazieren will. Das das wirkt sich auf unsere Fehlerkultur aus.

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Houston, wir stehen vor einer Herausforderung

Problem oder Herausforderung – das ist hier die Frage

Die Kommunikationsbranche ist wahrlich gesegnet, denn sie hat keine Probleme. Sie wurden offenbar in einem Konzil vor langer Zeit gebannt und sind seither ein Ding der Vergangenheit. Und ohne Probleme kommuniziert es sich wunderbar unbeschwert. Stattdessen gibt es nur noch dann und wann Herausforderungen. Über die Scheu, Probleme als solche zu benennen, was sie von Herausforderungen unterscheidet und warum es uns ganz gut täte, ihre Verbannung aufzuheben.

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Verschwörungstheorien: Wenn Fakten keinen Wert mehr besitzen

Ein Aluhut auf einem Stuhl

Die Mondlandung? 1969 von der NASA inszeniert. Bielefeld? Gibt es eigentlich gar nicht. Der King of Rock ’n’ Roll? Eigentlich noch am Leben. Und Corona? Ausgelöst durch 5G-Sendemasten. So könnte es ewig weitergehen. Denn Verschwörungstheorien sind – kommunikativ betrachtet – wahre Kassenschlager, zumindest was ihre Anzahl, Reichweite und Öffentlichkeitswirksamkeit betrifft. Alles nur Gefasel von realitätsfremden Spinnern? Nein. Denn Verschwörungstheorien lehren auch, auf was es in der Kommunikation manchmal ankommt.

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Warum es hilft, Veränderungen positiv zu begegnen

Veränderung ist Kopfsache

Sie sind unumgänglich. Egal wo man ist oder was man macht, Wachstum und Wandel sind ein Teil des Lebens. Wie die Jahreszeiten, werden auch wir uns alle zur richtigen Zeit verändern und weiter gehen. Und die Wahrheit ist, dass das einzige, was sich nie verändern wird, die Veränderung selbst ist. Doch was macht das mit uns und wie gehen wir damit bestmöglich um?

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Digitale Vertrauenskrise: Was uns von Trump und Rezo unterscheidet

Soziale Medien als Sprachrohr

Mal ehrlich: Was gibt einem 27-jährigen Einpeitscher mit blau gefärbtem Irokesenschnitt und rosa Hoodie das Recht, die gesamte deutsche Medienlandschaft pauschal in den Senkel zu stellen? Klar: Die durch das Grundgesetz abgesicherte Meinungsfreiheit. Und wie ist es möglich, dass ein 74-jähriger nationalistischer Schreihals im Laufe seiner Amtszeit mehr als 16.000 falsche oder mindestens fragwürdige Aussagen in die Welt setzen kann? Ganz einfach: Die fehlenden rechtlichen Rahmenbedingungen für ein derartiges Vorgehen sowie ein fehlender globaler moralischer Konsens zu der Frage, wann die Grenze des Ertragbaren überschritten ist und wie bzw. durch wen Übertritte sanktioniert werden. Ergo: Wir erleben eine digitale Vertrauenskrise.

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