Firmen-Identitäten: gleich und doch verschieden

Von außen gleich - aber wie sieht es wohl hinter den Fenstern aus?

Auf den ersten Blick sehen sie gleich aus. Auch bei genauerer Betrachtung fallen Außenstehenden oft keine Unterschiede auf. Die Rede ist von eineiigen Zwillingen. Ihr genetischer Pool ist vollkommen identisch. Sie besitzen die gleichen Chromosome, DNA und RNA. Stellen wir uns nun vor, dass sie als Kinder auch noch im gleichen Look gekleidet wurden, dann können wir sie gar nicht mehr auseinanderhalten. Einige würden sagen, dass nur die Mutter sie unterscheiden kann. Denn sie hat es im Gefühl, ob es nun Fred oder Georg, Fritzi oder Floriane oder ein anderes doppeltes Lottchen ist. Doch so sehr sich eineiige Zwillinge auch gleichen, so sehr unterscheiden sie sich. Denn trotz der identischen genetischen Grundlage gibt es einen Aspekt, in dem Zwillingspaare auf lange Sicht hin variieren: ihre Persönlichkeit. Oder anders gesagt: ihre Identität.

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Grüner wird’s nicht? Von Nachhaltigkeit, Kommunikation und tragenden Aufklebern

Sieht grüne Kommunikation so aus?

Wenn es einen prototypischen Satz gibt, der in keiner Firmendarstellung fehlen darf, dann hat er ganz sicher mit Nachhaltigkeit zu tun. „Wir fühlen uns der Nachhaltigkeit verpflichtet“, heißt es oft. Oder: „Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie.“ Das klingt aber auch wirklich gut. Nicht so nach birkenstocktragendem Baumkuschler, sondern nach anzugtragendem Verstandsmensch, der die Zeichen der Zeit erkannt hat. Und es lässt sich wunderbar in der Kommunikation nutzen – wenn es denn auch authentisch ist.

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Content: Vom Buzzword zum Unwort

Alle reden nur noch von Content. Das Web wird verstopft damit, es entstehen Plattformen drumherum, Redakteure werden auf den Begriff eingeschworen – jeden Tag erwarte ich eigentlich, irgendwo in Frankfurt die erste große Contentfabrik zu sehen. Stilecht mit Ziegeltürmen, aus denen dann täglich große, weiße Rauchschwaden aufsteigen. Und abends verlassen müde Menschen mit rußgeschwärzten Gesichtern das Gebäude und treten ihren Heimweg von der Maloche an. Ich mag es nicht mehr hören, denn es verstellt den Blick darauf, was wir eigentlich brauchen.

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