Agiles Arbeiten: Erst der Mitarbeiter, dann der Kunde

Kennen Sie das Gefühl, einen Begriff schon tausendmal gehört zu haben, ohne dass dieser Sie emotional erreicht oder gar begeistert? Im Gegenteil: Ein Wort zu kennen, dass sogar eine innere Ablehnung hervorruft, die auch durch gut vorgetragene Argumente nicht verfliegen will? Wenn ich mit Unternehmern und Führungskräften über das Thema Agilität spreche, runzeln gut ein Drittel meiner Gesprächspartner die Stirn. Das zweite Drittel zuckt gefühlt die Schultern. Mit den restlichen 33 Prozent entsteht ein lebhafter Diskurs über die Frage, ob und wie Prinzipien der agilen Softwareentwicklung auf die Unternehmensentwicklung übertragen werden können und dort ebenfalls die gewünschten positiven Effekte erzielen. Dieser Blogbeitrag will dazu ermutigen, pragmatischer und experimenteller mit agilen Denkweisen umzugehen.

Weiterlesen

Innovationskraft: Kreativität braucht Kultur

Kreativität braucht eine bunte Klaviatur von Dingen, um sich in Unternehmen entfalten zu können

Die Fähigkeit, innovativ zu denken und zu handeln, wird über die Zukunft von Unternehmen entscheiden. Gleichzeitig aber führt das klassische Innovationsmanagement, das von der Idee bis zur Umsetzung linear verläuft, oft nicht mehr zu wettbewerbsfähigen Ergebnissen. Wie also können Unternehmen ihre Prozesse offener gestalten sowie die Kreativität ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern?

Weiterlesen

Sag doch mal: „Ich weiß es nicht!“

Warum glauben wir Menschen so oft, genau und vor allem viel besser als „die anderen“ zu wissen, wie der Hase läuft? Ob es um das nächste Länderspiel, gesunde Ernährung oder – ganz aktuell – um Corona-Maßnahmen geht: 80 Millionen Bundestrainer, Ernährungsexperten und Virologen wissen Bescheid! Bitte, lasst uns damit aufhören und einfach mal sagen: „Ich weiß es nicht!“

Weiterlesen

Fehlerkultur – Warum wir öfter nach Canossa gehen sollten

Das könnte die Perspektive Heinrich IV. gewesen sein

Kaum ein anderes Ereignis in der Geschichte wird so oft rezipiert und gleichzeitig mit einer Demütigung gleichgesetzt wie der Gang nach Canossa König Heinrichs IV. im Jahr 1077. Katalysator dieser Wahrnehmung und prägend für eine missverstandene Fehlerkultur war schließlich auch niemand anderes als Otto von Bismarck. Er schloss kategorisch aus, wieder nach Canossa zu gehen. Ein prominentes Beispiel dafür, Fehlentscheidungen oder Missverständnisse nicht aus dem Weg zu räumen. Aber auch heute noch begegnen uns häufig Situationen, in denen der innere Schweinehund – bestehend aus Ego oder der eigenen Überzeugung – einfach nicht nach Oberitalien spazieren will. Das das wirkt sich auf unsere Fehlerkultur aus.

Weiterlesen

Wenn der schwarze Schwan kommt: Kommunikation in unsteten Zeiten

Ein schwarzer Schwan

Die Corona-Krise führt uns vor Augen, wie schnell wir von Entwicklungen überrascht werden können, die sich als seltenes Ereignis in unser Leben drängen. Solche Ereignisse nennt der Publizist Nassim Nicholas Taleb „schwarze Schwäne“. Quasi über Nacht richtet sich in solchen Situationen unser Denken und Handeln neu aus und bindet unsere Aufmerksamkeit. Nach einer ersten Schockstarre, als Reflex tief in unserem Unterbewusstsein beheimatet, beginnen wir, das Erlebte mit unseren Erfahrungen, unserem Wissen und unseren Glaubenssätzen abzugleichen. Wir tasten uns heran, ziehen erste Schlüsse, treffen vage Entscheidungen.

Weiterlesen

Extrarunden: Das allseits beliebte Fliegen von Abstimmungsschleifen

Über den Wolken gibt es keine Abstimmungsschleifen

Über den Wolken mögen Extrarunden eine wunderbare Sache sein. Zugegeben, vielleicht eher in einem kleinen Segelflugzeug als in einem Passagierflieger. Das Vergnügen hatte ich zwar noch nicht, stelle es mir aber ziemlich angenehm vor. Noch ein paar Minuten länger in der Luft sein, an Reinhard Meys bekanntestes Lied denken und die Gedanken schweifen lassen. Jedenfalls allemal besser als die Extrarunde, die der Ein oder die Andere mit dem Sportunterricht verbindet. Und seit ich in der PR-Branche arbeite, habe ich noch eine weitere Form von Extrarunden kennengelernt, die ähnlich erfreulich sind wie die letztgenannte: Abstimmungsschleifen.

Weiterlesen

Firmen-Identitäten: gleich und doch verschieden

Von außen gleich - aber wie sieht es wohl hinter den Fenstern aus?

Auf den ersten Blick sehen sie gleich aus. Auch bei genauerer Betrachtung fallen Außenstehenden oft keine Unterschiede auf. Die Rede ist von eineiigen Zwillingen. Ihr genetischer Pool ist vollkommen identisch. Sie besitzen die gleichen Chromosome, DNA und RNA. Stellen wir uns nun vor, dass sie als Kinder auch noch im gleichen Look gekleidet wurden, dann können wir sie gar nicht mehr auseinanderhalten. Einige würden sagen, dass nur die Mutter sie unterscheiden kann. Denn sie hat es im Gefühl, ob es nun Fred oder Georg, Fritzi oder Floriane oder ein anderes doppeltes Lottchen ist. Doch so sehr sich eineiige Zwillinge auch gleichen, so sehr unterscheiden sie sich. Denn trotz der identischen genetischen Grundlage gibt es einen Aspekt, in dem Zwillingspaare auf lange Sicht hin variieren: ihre Persönlichkeit. Oder anders gesagt: ihre Identität.

Weiterlesen
1 2 3 5