Fünf Thesen zur Unternehmenskultur

Unternehmenskultur ist ein Marathon

Ja, auch ich berufe mich heute auf Helmut Schmidt. Und zwar aus tiefster Überzeugung. „In der Krise zeigt sich der (wahre) Charakter“, war der große Staatsmann überzeugt. Zurzeit erleben wird quasi einen globalen Charakter-Contest. Der schwappt quasi in unser Berufs- und Privatleben hinein und kommt uns dabei sehr nahe, berührt unsere Werte und Überzeugungen, reibt sich an unserer Haltung. Nach meinem Verständnis hat Haltung im professionellen Kontext viel mit unserem Verständnis von Kultur zu tun. Und schon sind wir bei einem meiner Lieblingsthemen aus dem Bereich Organisationswicklung gelandet: der Unternehmenskultur.

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Krisenkommunikation: planvoll vorgehen!

Auch in der Krise auf bunte Kommunikation setzen

In Zeiten wie diesen ist nichts leicht. Die Corona-Pandemie stellt über Jahre eingeübte Verhaltensmuster auf die Probe. Werte und Glaubenssätze, die uns leiten und das Miteinander innerhalb von Familie und Kollegenkreis prägen, geraten unter Druck. Wir wägen den Schutz der individuellen Gesundheit jedes einzelnen und die Belange der Wirtschaft zunehmend gegeneinander ab, bringen beides mindestens aber miteinander in Verbindung – jedenfalls im ethisch-moralischen Teil der öffentlichen Corona-Diskussion. Einigkeit besteht in einem zentralen Punkt: Wir haben eine Krise. Und die verlangt insbesondere uns Berufskommunikatoren derzeit eine Menge Geduld und Fingerspitzengefühl in der Krisenkommunikation ab.

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Change-Kommunikation: Für den Wandel begeistern

Veränderung bedeutet, auch mal hinter eine Tür zu schauen, die man sonst nicht öffnet

Während Sie diesen Blogbeitrag lesen, sind Milliarden Menschen den weitreichenden Phänomenen eines globalen Wandels ausgesetzt. Dieser Wandel hat eine besondere Qualität: Er ist anstrengend, verlangt uns allen jede Menge Energie und Aufmerksamkeit ab – bei ungewissem Ausgang. Heißt: Niemand kann versprechen, dass die Veränderungen, die in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vonstattengehen, für alle Beteiligten nur Vorteile bringen. Das wirft Fragen auf.

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Vorsätzlich vorsatzlos: Jeder Tag im Jahr ist ein guter Tag für Veränderungen!

Gute Vorsätze werden schnell über Bord geworfen

Und? Wie lauten Ihre Vorsätze für 2020? Mehr Sport treiben? Das Klima schonen? Smartphone-Verbot am Küchentisch? Den Umsatz in der Firma verdoppeln? Kaum hat das neue Jahrzehnt begonnen, überschlagen sich Menschen und Medien mit guten Ratschlägen für gute Vorsätze. Einige Beispiele: „7 Vorsätze für das neue Jahr – und wie sie zu schaffen sind“ titelt die BILD. Die Leser*innen der „Wirtschafts-Woche“ lernen „5 gute Vorsätze für den Job“ kennen. Und Focus Online möchte, dass wir „2020 glücklicher werden: Mit diesen sechs Tipps schaffen Sie es.“

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Hören Sie (auf) Ihr „Inneres Team“?

Das innere Team ist bunt besetzt

Kennen Sie das Gefühl, wenn sich in bestimmten Situationen und Lebenslagen eine innere Stimme meldet – oder gleich mehrere? Wenn Sie im Meeting über die Aussage eines Kollegen innerlich den Kopf schütteln? Oder wenn Sie im Kundengespräch am liebsten vor Freude aufspringen und Ihrem Gegenüber um den Hals fallen möchten? Vielleicht auch dann, wenn Sie an der Supermarktkasse nur schwer die Contenance bewahren können, weil vor Ihnen jemand mit Münzen bezahlt? Was immer Sie in solchen Situationen fühlen oder denken: Sie sind kein Fall für die Couch oder den Gebrauch verschreibungspflichtiger Psychopharmaka. Sie machen lediglich Bekanntschaft mit Ihrem „inneren Team.“

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Moral 4.0: Sind Werte nichts mehr wert?

Es gibt zwei turnusmäßige Befragungen zum Thema Werte, die es in den Fokus der Leitmedien geschafft haben: Der „Engagement-Index“ des Beratungsunternehmen Gallup, der alle zwei Jahre aufzeigt, wie es um die emotionale Bindung von Mitarbeitenden zu ihren Brötchengebern steht (meist übrigens nicht so gut). Und die jährliche Führungskräftebefragung des Vereins „Wertekommission“. Die aktuelle Auflage zeichnet ein ernüchterndes Bild: Den meisten Managern gehen moralische Fragen am Allerwertesten vorbei! Bei knapp 18 Prozent der gut 550 Befragten machten die Autoren sogar eine „zynische Grundhaltung“ aus, die ein „strikt eigennutzorientiertes Verhalten von Menschen und Unternehmen“ unterstellt. So weit, so erschütternd.

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Die neue Ungeduld: Schluss mit dem Sofortismus!

Ich muss kurz über Weihnachten sprechen: Als Kinder konnten wir es kaum erwarten, bis der Weihnachtmann unsere Geschenke brachte. Meine Eltern haben meine Schwester und mich stundenlang ins Kinderzimmer verbannt. Dort haben wir dann das Flötespielen geübt. Als mein Vater nach gefühlten Tagen das Glöckchen läutete, stürmten wir ins Wohnzimmer und fanden neben unseren liebevoll verpackten Geschenken auch einen hell erleuchteten Christbaum und duftendes Gebäck vor. Die Tage davor waren von einer süßen Anspannung durchzogen, einer wohl dosierten Ungeduld. Am Ende hatte sich das Warten immer irgendwie gelohnt – und es war ganz gut auszuhalten.

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