Vorsätzlich vorsatzlos: Jeder Tag im Jahr ist ein guter Tag für Veränderungen!

Gute Vorsätze werden schnell über Bord geworfen

Und? Wie lauten Ihre Vorsätze für 2020? Mehr Sport treiben? Das Klima schonen? Smartphone-Verbot am Küchentisch? Den Umsatz in der Firma verdoppeln? Kaum hat das neue Jahrzehnt begonnen, überschlagen sich Menschen und Medien mit guten Ratschlägen für gute Vorsätze. Einige Beispiele: „7 Vorsätze für das neue Jahr – und wie sie zu schaffen sind“ titelt die BILD. Die Leser*innen der „Wirtschafts-Woche“ lernen „5 gute Vorsätze für den Job“ kennen. Und Focus Online möchte, dass wir „2020 glücklicher werden: Mit diesen sechs Tipps schaffen Sie es.“

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Hören Sie (auf) Ihr „Inneres Team“?

Das innere Team ist bunt besetzt

Kennen Sie das Gefühl, wenn sich in bestimmten Situationen und Lebenslagen eine innere Stimme meldet – oder gleich mehrere? Wenn Sie im Meeting über die Aussage eines Kollegen innerlich den Kopf schütteln? Oder wenn Sie im Kundengespräch am liebsten vor Freude aufspringen und Ihrem Gegenüber um den Hals fallen möchten? Vielleicht auch dann, wenn Sie an der Supermarktkasse nur schwer die Contenance bewahren können, weil vor Ihnen jemand mit Münzen bezahlt? Was immer Sie in solchen Situationen fühlen oder denken: Sie sind kein Fall für die Couch oder den Gebrauch verschreibungspflichtiger Psychopharmaka. Sie machen lediglich Bekanntschaft mit Ihrem „inneren Team.“

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Moral 4.0: Sind Werte nichts mehr wert?

Es gibt zwei turnusmäßige Befragungen zum Thema Werte, die es in den Fokus der Leitmedien geschafft haben: Der „Engagement-Index“ des Beratungsunternehmen Gallup, der alle zwei Jahre aufzeigt, wie es um die emotionale Bindung von Mitarbeitenden zu ihren Brötchengebern steht (meist übrigens nicht so gut). Und die jährliche Führungskräftebefragung des Vereins „Wertekommission“. Die aktuelle Auflage zeichnet ein ernüchterndes Bild: Den meisten Managern gehen moralische Fragen am Allerwertesten vorbei! Bei knapp 18 Prozent der gut 550 Befragten machten die Autoren sogar eine „zynische Grundhaltung“ aus, die ein „strikt eigennutzorientiertes Verhalten von Menschen und Unternehmen“ unterstellt. So weit, so erschütternd.

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Die neue Ungeduld: Schluss mit dem Sofortismus!

Ich muss kurz über Weihnachten sprechen: Als Kinder konnten wir es kaum erwarten, bis der Weihnachtmann unsere Geschenke brachte. Meine Eltern haben meine Schwester und mich stundenlang ins Kinderzimmer verbannt. Dort haben wir dann das Flötespielen geübt. Als mein Vater nach gefühlten Tagen das Glöckchen läutete, stürmten wir ins Wohnzimmer und fanden neben unseren liebevoll verpackten Geschenken auch einen hell erleuchteten Christbaum und duftendes Gebäck vor. Die Tage davor waren von einer süßen Anspannung durchzogen, einer wohl dosierten Ungeduld. Am Ende hatte sich das Warten immer irgendwie gelohnt – und es war ganz gut auszuhalten.

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Volles Risiko! Höchste Zeit für Chancenmanager

Neulich hat mir ein Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung einen gemütlichen Start in den Tag verhagelt. Unter der Überschrift „Die Angst hat zu viel Macht“ fabulierte Autor Jan Hauser über die Renaissance der „German Angst“, einer kollektiven und tief sitzenden Sorge um alles Mögliche: Um Kriegsgefahren, das Klima, die Rezession, den Karriereknick, den Rechtsruck, das Treffen falscher Entscheidungen, fehlendes WLAN im Urlaub. Die Liste der Angstmacher wurde länger und länger, die Erklärungsversuche immer plausibler – und ich immer übellauniger.

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Vorbilder dringend gesucht

Sie wissen es längst: In den Sozialen Medien wird gehatet, gemobbt und gebashed, bis sich die Balken biegen. So rät der alternde Kicker Franck Ribéry seinen Kritikern via Twitter zum Geschlechtsverkehr mit ihren Müttern, Großmüttern oder Schwestern. Der amerikanische Präsident Donald Trump wettert nahezu täglich gegen alle möglichen Medienberichte – und vor allem gegen deren Verfasser! Und AfD-Frontfrau Alice Weidel zerrt auf Facebook regelmäßig die kriminellen Handlungen von „Personen nicht-deutscher Herkunft“ vor ihre populistische Flinte. Allen diesen öffentlichen Meinungsäußerungen ist eines gemein: Sie strotzen vor Respektlosigkeit gegenüber Andersdenkenden.

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In Sachen Kultur: Hört doch mal zu!

Lassen Sie uns über Respekt sprechen. Jetzt. Denn ich bin immer noch wie vom Donner gerührt wegen eines Ereignisses, das sich vor ein paar Tagen im lustigen Städtchen Köln ereignet hat. Und die Geschichte geht so: Im Rahmen eines hochinteressanten Kongresses zum Thema Handelslogistik luden die Veranstalter zur Abendveranstaltung. Tolle Location, Busshuttle, Welcome-Kölsch – das volle Programm. Gut 350 Logistiker sorgten sofort für das akustische Grundrauschen. Der Geräuschpegel war – höflich ausgedrückt – immens, die Stimmung super, Abteilung Familientreffen.

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