Chance „Hashtags“: Was das Doppelkreuz in Social Media bringt

Chance Hashtag

Wahnsinn! Wer hätte gedacht, dass das altbekannte Rautezeichen mal eine solch steile Karriere hinlegt? Früher war das Doppelkreuz ein Symbol auf dem Telefon, später ein weitestgehend ungenutztes Zeichen auf der Tastatur. Im Frühling 2007 wurden bei Twitter Hashtags eingeführt und so kam der Schneeball ins Rollen. Heute ist die Raute aus den sozialen Netzwerken nicht mehr wegzudenken.

Was sind Hashtags?

Das Wort Hashtag setzt sich aus „hash“, dem englischen Wort für das Rautezeichen, und „tag“, zu Deutsch „Schlagwort“, zusammen. Im Grunde verbirgt sich hinter der Übersetzung auch schon die Erklärung: Bestimmte Worte werden mit einem Doppelkreuz markiert und somit zu klickbaren Links – einem Hashtag. Diese Meta Tags geben Informationen weiter und werden vor allem durch Suchmaschinen aufgegriffen und ausgewertet. Wann auch immer wir also Hashtags auf Social-Media-Plattformen nutzen, werden diese direkt von den Kanälen aufgegriffen und können von anderen Nutzern gefunden werden.

Was bringen Hashtags?

Kurz gesagt: Hashtags bringen Sichtbarkeit! Durch die Nutzung von Hashtags kann die Reichweite auf den sozialen Plattformen kostenfrei erhöht werden. Das steigert in der Regel auch die Interaktion und das Engagement seitens der Community. So können sich User, die sich für die gleichen Themenbereiche interessieren, leichter finden. Beiträge mit Hashtags werden also für eine größere Anzahl an Personen sichtbar und erreichen weit mehr als nur die vorhandenen Follower und Abonnenten einer Unternehmenspage. Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen ist die Hashtag-Verwendung aufgrund dessen von besonderer Bedeutung.

Die richtige Anwendung von Hashtags

Zielführendes Hashtag-Marketing setzt jedoch nicht nur den einfachen Einsatz wahlloser Hashtags voraus, sondern fordert eine intensive Vor- und Nachbereitung. So unterschiedlich die einzelnen Social-Media-Plattformen sind, so unterschiedlich sind auch die Einsatzmöglichkeiten und Reichweiten-Potenziale von Hashtags in den verschiedenen Netzwerken. Prüfen Sie daher im Vorfeld immer die Reichweite Ihrer Hashtag-Auswahl und vermeiden Sie Hashtags, die im Zusammenhang mit unangemessenen Inhalten stehen.

Arten von Hashtags

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen marken- und kampagnenbezogenen, trend- und inhaltsbezogenen Hashtags. Mit marken- und kampagnenbezogenen Hashtags, die von Unternehmen größtenteils selbst kreiert werden, können Sie für Produkte, Slogans, Kampagnen oder Ihre Marke im Allgemeinen werben. Trend-Hashtags sind hingegen Hashtags zu Themen, die derzeit in den sozialen Medien besonders populär sind. Zum Beispiel #corona mit 111.449 Follower bei LinkedIn oder #wirbleibenzuhause mit 975.892 Followern auf Instagram. Inhaltsbezogene Hashtags beziehen sich, wie der Name schon sagt, auf den Inhalt Ihres Beitrags. Damit ordnen Sie Ihren Post gewissermaßen einem bestimmten Themenfeld zu. Zum Beispiel #Transport oder #Logistik. Mit dieser Art von Hashtags treten Sie direkt mit Ihrer Wunschzielgruppe in Kontakt. Gerade beim Aufbau von Followern ist es zunächst sinnvoll, auf bereits etablierte Hashtags zu setzen, die auch zum eigenen Business passen.

Die Menge machts!

Zuletzt sollte auch die Menge an verwendeten Hashtags pro Beitrag berücksichtigt werden. Beim Microblogging-Dienst Twitter sind Hashtags, auch wenn sie ein grundlegender Bestandteil von Twitter sind, nicht unbegrenzt willkommen. Zwar sollte jeder Tweet grundsätzlich in Verbindung mit ein bis zwei Hashtags stehen, trotzdem sollte die Anzahl von ein bis zwei Hashtags pro Tweet auch nicht überschritten werden. Auf Instagram hingegen ist die maximale Anzahl von 30 Hashtags pro Beitrag ideal. Das gilt übrigens für Instagram-Profile jeder Größe und ist laut Fanpage Karma sogar statistisch nachweisbar. Ganz anders ist es bei Facebook. Hier wird die Suchfunktion von der Facebook-Gemeinde nur selten bis gar nicht genutzt. Einige Studien behaupten sogar, dass die Raute in Facebook-Beiträgen keinen oder gar einen negativen Effekt auf die Interaktionsrate hat. Bei Facebook können Sie daher getrost auf Hashtags verzichten. Ende 2019 wurden Hashtags auch vollständig bei LinkedIn integriert. Anders als bei Instagram sollten Sie hier nicht mehr als fünf themenbezogene Hashtags in einem Post unterbringen. Bestenfalls bewegt man sich zwischen drei bis fünf Hashtags pro Beitrag. Diese Anzahl hat statistisch gesehen den meisten Erfolg.

Fazit

Gutes Hashtag-Marketing ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Social-Media-Marketing, denn Hashtags bieten eine sehr gute Möglichkeit, kostenfrei mehr Engagement in der Community zu erzeugen. Die wichtigste Voraussetzung ist jedoch, dass diese sinnvoll eingesetzt werden. Dabei kommt es vor allem auf zwei grundlegende Dinge an: die Wahl der richtigen Hashtags und deren Anzahl in einem Post. Wenn Sie diese Hinweise im Umgang mit Hashtags berücksichtigen, kann Hashtag-Marketing auch für Ihr Unternehmen zu einem echten Erfolgsrezept werden!

Über den Autor

Natascha Siefert

Natascha Siefert kümmert sich bei Mainblick um die Choreografie der Agentur und ihrer Kunden auf den digitalen Bühnen der Sozialen Medien. Dabei greift die studierte Marketing-Managerin neben ihrer fachlichen Erfahrung besonders gern auf ihr kreatives Talent zurück. In ihrer Freizeit engagiert sie sich seit Kindheitstagen in zwei Showtanzgruppen und leitet nebenberuflich eine eigene kleine Hochzeitstanzschule. Eine tolle Choreografie ist einfach ihre Leidenschaft – beruflich wie privat.