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Content: Vom Buzzword zum Unwort

Alle reden nur noch von Content. Das Web wird verstopft damit, es entstehen Plattformen drumherum, Redakteure werden auf den Begriff eingeschworen – jeden Tag erwarte ich eigentlich, irgendwo in Frankfurt die erste große Contentfabrik zu sehen. Stilecht mit Ziegeltürmen, aus denen dann täglich große, weiße Rauchschwaden aufsteigen. Und abends verlassen müde Menschen mit rußgeschwärzten Gesichtern das Gebäude und treten ihren Heimweg von der Maloche an. Ich mag es nicht mehr hören, denn es verstellt den Blick darauf, was wir eigentlich brauchen.

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Hören Sie (auf) Ihr „Inneres Team“?

Kennen Sie das Gefühl, wenn sich in bestimmten Situationen und Lebenslagen eine innere Stimme meldet – oder gleich mehrere? Wenn Sie im Meeting über die Aussage eines Kollegen innerlich den Kopf schütteln? Oder wenn Sie im Kundengespräch am liebsten vor Freude aufspringen und Ihrem Gegenüber um den Hals fallen möchten? Vielleicht auch dann, wenn Sie an der Supermarktkasse nur schwer die Contenance bewahren können, weil vor Ihnen jemand mit Münzen bezahlt? Was immer Sie in solchen Situationen fühlen oder denken: Sie sind kein Fall für die Couch oder den Gebrauch verschreibungspflichtiger Psychopharmaka.

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Voll abgefahren: Die Zukunft von gestern

DeLorean

Ein Autobauer aus Estland und einer aus der Schweiz besinnen sich für ihre künftigen E-Mobile auf die Formensprache der 50er. Bei Pedelecs und Motorrädern ist aktuell der Stil der 20er und 30er Jahre angesagt. Es ist doch wirklich erstaunlich: Immer mehr Produkte für unsere Zukunft sehen aus, als wären sie mit einer Zeitmaschine eingeflogen und dann in aller Eile umgebaut worden. Und da frage ich mich, was mir diese Schwemme von gestrig-aussehenden Produkten eigentlich sagen soll?

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Digitalisierung – muss das sein?

Auf diese Frage wird es von allen Seiten schallen: „Na klar!“, „Niemand kommt daran vorbei!“, „Wer nicht mitmacht, ist abgehängt“! Ach, wirklich? Ok, der digitale Wandel schreitet voran. Das ist nicht zu leugnen und auch nicht aufzuhalten. Warum auch? Zweifelsfrei bringt er auch viele Chancen mit sich. Dennoch verkommt Digitalisierung vielerorts zum Imperativ: Du musst digitalisieren!

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Worthülsenfrüchte: Die doppelte Endlichkeit

Worthülsenfrucht: Letztendlich

Alles hat bekanntermaßen ein Ende – bis auf die Wurst, wie wir seit Stephan Remmler wissen. Doch aller popkulturellen Hinweise zum Trotz hält sich die doppelte Endlichkeit hartnäckig: Letztendlich nicht nur in Reden, wo man sie als Stilmittel vielleicht noch augenrollend dulden mag, sondern auch in der sonstigen Kommunikation. Und da war es schon – haben Sie es bemerkt? Man liest ja so schnell darüber hinweg, weil es sich so in unserem Sprachverständnis festgesetzt hat, dass wir nicht einmal mehr die Stirn runzeln, wenn wir es lesen. Darum hier nochmal in Zeitlupe: letztendlich.

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To do or not to do, that is the question!

Hoch lebe die To-do-Liste

Stellen wir uns für einen Moment vor, Hamlet wäre keine tragische Figur von Shakespeare aus dem frühen 17. Jahrhundert. Stellen wir uns vor, er wäre ein postmoderner kreativer Kopf voller Gedanken. Hätte seine existentielle Frage dann noch immer To be or not to be gelautet? Oder vielleicht eher: To do or not to do? Am besten hätte er sich gefragt: What to do and what to do first? Eine To-do-Liste hätte seinem zerrissenen Gemütszustand sicher Abhilfe geschaffen.

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